Bücherregal

Bild: © Michael L. Jaegers / Pixabay (modifiziert)

Heilig über Nacht und Todeswunsch

Was tun, wenn plötzlich ein Heiligenschein über dem eigenen Kopf schwebt? Und ein weiterer Thriller von Michael Robotham. Vier vor Weihnachten beendete Werke aus unterschiedlichen Genres.

Heilig über Nacht

Ich gebe es zu, ich habe mich von der Plakatwerbung, die der Lübbe Verlag zumindest auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle überall hat plakatieren lassen, definitiv beeinflussen lassen. Die Idee, die hinter dem Buch stand, hat mir einfach gefallen:

Heilig über Nacht: Roman

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Jonas hat seine Traumfrau verloren, und zwar ausgerechnet an seinen besten Freund. Dabei hatte doch alles gut gepasst und nun beabsichtigt er sich auf der Hohenzollernbrücke in Köln, unmittelbar auf Höhe des großen Liebesschlosses, welches die beiden an der Brücke befestigt haben, sein Leben zu nehmen. Wie das geht hat er genau im Internet recherchiert. Doch scheinbar hat eine höhere Macht etwas anderes mit ihm vor, denn bevor Jonas springen kann, schlägt ein Blitz in die Brücke ein und ein Obdachloser wird fast von der Brücke geschleudert. Jonas rettet ihm das Leben und da seine Selbstmordplanung nun eh zunichte gemacht worden ist, macht er sich auf den Weg nach Hause.

Bücherstapel
© panthermedia.net / Barna Tanko

Als er wieder erwacht, ist es um ihn herum taghell, denn nun erstrahlt ein Heiligenschein um seinen Kopf, verpasst ihm einen ordentlichen Sonnenbrand und deutlich mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb ist. Reihenweise fliegen nun die Frauen auf ihn, doch eigentlich will er ja nur eine.

Rasant und amüsant geht es im Werk nun durch Köln mit einem Umweg über – natürlich – den Vatikan. Es sprudelt an Situationskomik und zu keiner Zeit kommt Langeweile auf. Natürlich handelt es sich hier um ein humoristisches Werk ohne besonderen Tiefgang. Für das Fernsehen könnte das Stück gut verfilmt werden, sich dann aber wohl eher in einer Kategorie von Sat.1 am Mittwoch Abend wieder finden.

Für mich war es eine kurzweilige Abwechslung zwischen den ganzen Thrillern und hat auf Grund der frischen Erscheinung ausnahmsweise den SUB (Stapel ungelesener Bücher) im Tiefflug überholt.

Eine nette, lustige Abwechslung: Björn Berenz: Heilig über Nacht.

Todeswunsch

Eine ganz andere Kategorie belegen die Werke von Michael Robotham. Hierzu hatte ich schon das ein oder andere empfohlen. Viel zu spät bin ich auf die Reihe rund um den Psychologen Joe O’Loughlin aufmerksam geworden und hinke also noch ein paar Erscheinungsjahre zurück. Jüngst habe ich den 2012 erschienenen fünften Band der Reihe ausgelesen und war wie erwartet begeistert. Im Umfeld der Thriller gibt es für mich derzeit nur zwei wirklich gute Autoren: Michael Robotham und den bereits mehrfach erwähnten Paul Cleave. (Erstaunlicherweise beides Autoren aus dem neuseeländisch-australischem Raum.)

Todeswunsch: Joe O'Loughlins 5. Fall (Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz, Band 5)

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Die Bücher von Michael Robotham spielen in Großbritannien. Während die ersten Werke in London der heutigen Zeit spielen, hat sein Protagonist in der Zwischenzeit seinen Wohnsitz nach einigen unangenehmen Ereignissen auf Land in Schottland verlegt. Doch wahrlich seine Ruhe finden er und seine Familie auch dort nicht. Joe O'Loughlin lebt in Todeswunsch immer noch von seiner Familie getrennt und arbeitet als Dozent an der Universität. Den Einstieg in den aktuellen Fall erlebt er, als Sienna, die Freundin seiner Tochter, blutverschmiert in der Nacht vor seinem Haus steht. Wie sich herausstellt wurde ihr Vater zu hause ermordet und die Indizien weisen alle auf das sehr verstörte Mädchen hin. Zwar ergeben sich rasch einige Motive, insbesondere als sich herausstellt, dass Sienna von ihrem Vater, einem ehemaligen Polizisten, mehrfach sexuell missbraucht worden ist, doch Joe O'Loughlin mag an die Theorie der örtlichen Polizei nicht so recht glauben.

In bekannter Manier ermittelt der an Parkinson erkrankte O'Loughlin auf eigene Faust und dringt tief in die Machenschaften eines Lupenreinen Lehrers und seiner irischen Freunde ein. Selbstverständlich wird O'Loughlin von seinem zwischenzeitlich guten Freund Vincent Ruiz, einem Detective im Ruhestand, wieder unterstützt. Auch andere alte Bekannte aus den vorhergehenden Romanen trifft man wieder und selbstverständlich ist es zwischenzeitlich um die Reputation von O'Loughlin wieder einmal äußerst bedenklich bestellt.

Für mich wieder einmal spannend bis zum bitteren Ende und eine Kaufempfehlung: Todeswunsch von Michael Robotham.

Die empfehlenswerte Joe O'Loughlin Reihe von Michael Robotham:

  1. Adrenalin
  2. Amnesie
  3. Todeskampf
  4. Dein Wille geschehe
  5. Bis du stirbst
  6. Todeswunsch
  7. Der Insider
  8. Sag, es tut dir leid
  9. Erlöse mich

Angekündigt für 2015 und außerhalb der Joe O'Loghlin Reihe: Um Leben und Tod

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