Seid sie Recht bescheid wissen – wie jetzt?

Gelegentlich korrigiere (mittlerweile lektoriere) ich auch mal das ein oder andere Werk. Interessant dabei ist der Effekt, dass man auf einmal an sich selbst zu zweifeln beginnt, wenn Wörter oder Redewendungen im vorliegenden Text auftauchen, über deren korrekte Handhabung und Schreibweise auf einmal selber nicht mehr so recht sicher ist. Faktisch habe ich weder Germanistik studiert noch eine besonders gute Note in meinem vierten Abi-Fach (Deutsch) gehabt, doch Rechtschreibfehler waren eher selten der Auslöser für Punktabzüge.

Bei meinem aktuellen Lektorat bin ich auf einige Fragen der deutschen Sprache gestoßen, denen ich noch einmal genauer nachgehen wollte (musste). Dazu gebe ich dann noch meinen Aufreger Nummer 1 in heutigen Posts und schon habe ich vier Gründe für einen Blogbeitrag mit pädagogischem Wertbeitrag. Hinsichtlich des Beitragstitels sollte damit nun also keine Befürchtung bestehen, dass ich nun unter die Legastheniker gegangen sei.

weiterlesen…

Wortklauberei: Der Konjunktiv des Vorstellbaren

Da habe ich doch fast das Lenkrad verrissen, als ich unterwegs einem Podcast lauschte und mir diese Floskel erneut ins Ohr drang. Es handelt sich um eine zunächst gültige Aussage und allzu gebräuchliche Redewendung. Ergänzt wird diese allerdings mit einem tückischen Konjunktiv um dem Satz einen vorsichtigen und damit eher höflichen Zug zu geben, der die Aussage dann jedoch in sprachlichen Nonsens verwandelt. Gemeint ist die Aussage: “Das könnte ich mir vorstellen.” Die Vorstellungskraft Der Mensch ist – und damit grenzt er … weiterlesen…