Öder Möchtegernthriller, oder: das Ende einer Ära

Tom Clancy: Red Rabbit

Lesezeit etwa 2 Minuten

Eigentlich bin ich ein Fan von Tom Clancy, zumindest was seine Jack Ryan Serie betrifft. Eigentlich, wie gesagt, denn dieses Buch ist fast schon der Gipfel der Frechheit. Knapp 720 Seiten gähnende Langeweile!

Red Rabbit: Roman

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Schon das letzte Werk (Im Zeichen des Drachen) glänzte durch seitenweise Langeweile, aber mit Red Rabbit hat Tom Clancy dies noch einmal getoppt und die Langeweile auf das gesamte Buch ausgedehnt. Nicht nur, dass über viele Seiten hinweg nichts, aber auch gar nichts passiert – und mit nichts meine ich weder Handlung noch Inhalt, der zur Handlung beitragen könnte – sondern es fällt Tom Clancy wohl auch nichts mehr ein. So musste er um die Reihe der Jack Ryan Serie fortsetzen zu können einen Kunstgriff machen und an den Anfang der Karriere von John Patrick Ryan zurückspringen und den eisernen Vorhang noch einmal fallen lassen.

Jack Ryan wird von der CIA nach London versetzt und soll dort mir Sir Basil an der Analyse und Auswertung von Geheimdienstmaterial arbeiten. Zeitgleich legt sich der polnische Papst verbal mit der Regierung der Sovjetunion an worauf diese einen Mordkomplott gegen ihn hegt. Ein Mitarbeiter der Nachrichtenstelle des KGB bekommt von diesem Vorhaben Wind und nimmt Kontakt mit der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika auf. Für seine Informationen handelt der Russe für sich und seine dreiköpfige Familie ein Leben in den USA aus und eine zähe und langatmige Vorbereitungsphase beginnt.

Zusammenfassend lohnt es sich nicht dieses Buch zu lesen. Es werden keine neuen Geheimnisse aus dem Leben von Sir John Patrick Ryan preisgegeben und auch von der Geschichte und ihrem Aufbau selber ist der Autor meilenweit von seinen vorangegangenen Bestsellern in der Jack Ryan Reihe entfernt. Zu keinem Zeitpunkt entsteht auch nur ein Hauch an Spannung oder Nervenkitzel, so dass es sich zu einem zähen Geschäft ausartet. Dieses Buch hätte gut und gerne auch auf rund 200 Seiten zusammengekürzt werden können ohne dass auch nur ein Hauch an Langeweile verlorengegangen wäre.

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Die (ansonsten sehr gute) Jack Ryan Serie

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