Totenschädel und Buch

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Jim Butcher: Sturmnacht – Die dunklen Fälle des Harry Dresden

Seit dem 1. August bin ich nun wieder mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Natürlich bedeutet dies zwangsläufig erheblich längere Fahrt- und noch mehr Wartezeiten. Aber immerhin komme ich auf diese Weise auch wieder einmal dazu das ein oder andere Buch zu lesen und alleine dies macht die Mühen wert. Das erste Opfer der Pendelei zur Arbeitsstätte und zurück wurde der Debütroman von Jim Butcher: Sturmnacht. Zugegeben, ich bin etwas spät auf die Harry Dresden Reihe aufmerksam geworden, doch dafür kann ich nun auf ein Kontingent von zwischenzeitlich 15 Einzelbänden in der Reihe in deutscher Sprache zurückgreifen. Die derzeitige Auflage wurde durch den Feder&Schwert Verlag aufgelegt und kommt mit einer bereits ansprechenden Umschlagsgestaltung daher, die das Ambiente des Werks passend wiedergibt und gleich zeigt, worum es in dem Buch geht: Einem Magier und Privatdetektiv.

Sturmnacht: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 1

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Harry Dresden ist dieser Magier. Er besitzt auch einen Eintrag in den Gelben Seiten und ein passendes Türschild und beides weist den Hinweis auf, dass er für Auftritte und Kindergeburtstage nicht beauftragt werden kann. Harry Copperfield Dresden, so sein voller Name, ist nämlich wirklich magisch begabt und kann mehr als Kaninchen aus einem Hut hervorzaubern. Allerdings ist diese Fähigkeit auch ein Übel, denn die Menschen in Chicago bringen kaum Verständnis dafür auf, dass es so etwas wie Magie überhaupt gibt.

Nicht so allerdings Karrin Murphy, ein Detective einer Sondereinheit der Chicagoer Polizei. Sie – vermutlich weil sie bei ihrem Chef in Ungnade gefallen ist – bekommt die mysteriösen Mordfälle aufs Auge gedrückt und ist von den Fähigkeiten von Dresden überzeugt. Auf diese Weise bekommt Harry Dresden immerhin ab und an Aufträge und damit Geld in die Kasse, doch das langt längst nicht mehr um die Mieten für seine Souterrainwohnung und das Detektivbüro aufzubringen.

Das magische Talent Dresdens bringt aber auch einige Nebenwirkungen mit sich, die ihm im Verlaufe seiner Abenteuer immer wieder zum Verhängnis werden. Das größte Problem ist dabei, dass elektrische Geräte in seinem Umfeld versagen, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Telefon oder einen Aufzug handelt. Auch auf zwischenmenschlicher Ebene funkt es bei Harry Dresden nicht so richtig. Zwar zeigen einige Frauen durchaus Interesse an ihm und als Gentleman der alten Schule gibt er auch sein Bestes, doch das Schicksal meint es letztlich nicht gut mit ihm.

Zu Beginn des Romans hingegen scheint sich ein Glückstag für Dresden aufzutun, als sich sowohl privat eine Klientin bei ihm meldet, als auch Murphy ihn kurzfristig zu einem Tatort beordert. Der Tatort an dem zwei Menschen auf ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen sind, zeigt ganz deutlich Spuren von Magie auf. Der Fall seiner Klientin hingegen, scheint eher gewöhnlich zu sein, denn sie ist nur auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann.

Es dauert nicht lange, bis Dresden weiteren Besuch erhält und er sich schnell unter Beobachtung des ortsansässigen Paten wiederfindet, er mehrfach angegriffen und niedergeschlagen wird und letztlich auch noch mit einem Prozess vor dem Rat der Magier rechnen muss, der nur mit dem Todesurteil für ihn enden kann.

Es ist sicherlich nur schwer zu verbergen, dass alle diese Themen miteinander verbunden sind und der Magier und Privatdetektiv Harry Dresden dieses Rätsel nach 320 Seiten lösen wird. Der Roman ist angenehm und spannend zu lesen. Zwar treten auch hier Passagen auf, die mir ein leichtes Stirnrunzeln entlockt haben (z.B. die Passage mit der pizzaliebenden Fee), doch insgesamt komme ich zu einem äußerst positiven Urteil. Das Buch beinhaltet eine geradlinige Handlung mit stetig zunehmender Spannung und Action sowie einem imposanten Finale und damit definitv der Grund auch sogleich den zweiten Band der Reihe zu bestellen.

Wer also lesen möchte, wie Magie in der heutigen Zeit funktionieren könnte, einen witzigen, zugleich aber auch spannenden Roman lesen möchte, der ist bei Jim Butcher: Sturmnacht, dem ersten Band der Harry Dresden Reihe sehr gut aufgehoben.

3 Gedanken zu “Jim Butcher: Sturmnacht – Die dunklen Fälle des Harry Dresden”

  1. Harry Blackstone Copperfield Dresden, bitte. :D

    Aber ja, mir hat der erste Band der Reihe auch durchaus gut gefallen. Allerdings fand ich gerade diesen ersten Band noch eher “überdurchschnittlich, aber nichts Besonderes”, weil Dresden halt gerade erst diesen einen Fall geklärt hatte und das große Ganze sich erst später ergibt.
    Trotzdem, wäre die Reihe nie weitergegangen, hätte ich dieses Buch wohl auch sehr gerne in meiner Sammlung.

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