Wochenpost 2020-13: Würfelstress

Nun bin ich schon seit – COVID-19 sei Dank – fast 20 Tagen im HomeOffice und halte mich mindestens ebenso lange auch schon so gut es geht an die #StayAtHome Direktive. Gelegentliches Hamstern muss sein, auch einmal eine Stunde die Beine Vertreten an der frischen Luft und bei Sonnenschein gehören dazu.

Ich habe einiges an Zeit in dieser Woche darauf verbracht, mein Würfeltool, den @RollButler zu beobachten und zu optimieren. Daher folgt in dieser Woche auch eine etwas detailliertere Analyse dazu.

Stresstest für den @RollButler

Prozessorauslastung im Zeitraum 24. Februar bis 26. März 2020

Am vergangenen Samstag, der 21. März, konnte ich fast live beobachten, wie mein Würfel Tool unter Stress gesetzt wurde. Besonders (oder fast exklusiv) wurde er mit Anfragen über die Discord Schnittstelle befeuert. Nur an dem einen Tag beantwortete der @RollButler 80% der Würfelanfragen, die sonst in einem ganzen Monat eintrudeln.
Zugegeben, das hat mich etwas Schwitzen lassen und so hing ich mir Argusaugen an den Logdateien und den Diagrammen zur Auslastung der Server. Aber es gab keinen Grund sich Gedanken zu machen, zumindest was den Schnittstellenserver zu Discord betrifft, wie die nebenstehende Grafik zeigt.
Allerdings muss auch dazu erwähnt werden, dass dieser Schnittstellenserver nicht viel mehr macht als die Anfragen von Discord entgegen zu nehmen, an den @RollButler Server durchzurouten und dessen Antworten dann wiederum an Discord zurückzugeben.

Dass tatsächlich mehr Volumen entstanden ist, zeigt daher auch viel mehr die nebenstehende Grafik, in der die Zahl der Übertragenen Datenpakete (Packets per Second, PPS) für den gleichen Zeitraum dargestellt ist.
Zunächst hatte ich angenommen, dass mit dem Gratisrollenspieltag, der kurzfristig zu einer Onlineveranstaltung umgemünzt wurde, das Online Rollenspielen schlagartig zugenommen hätte – dem ist aber keineswegs so.
Der erste deutliche Anstieg ist hier am 5. März 2020 ab 15 Uhr zu verzeichnen. Effektiv hat sich die Gesamtzahl der Netzwerkpakete um rund ein Drittel erhöht. Berücksichtigt man allerdings die Grundlast, hat sich die Zahl der Pakete pro Sekunde an eben jenem Tag aber mehr als verdoppelt.
Zum Ende des Monats hin, also unter anderem vergangenen Samstag (das ist in der Grafik der erste der vier höchsten blauen Peaks), sogar fast verdreifacht.
Der 14. März, der Tag des bereits erwähnten Gratisrollenspieltags, fällt dabei nicht besonders auf.

Das Online Würfel Tool @RollButler

Doch es gab auch Schwächen. Besonders am vergangenen Sonntag lief es unrund. Es gab viele Verbindungsabbrüche zu verzeichnen, obwohl die Zahl der Anfragen nur bei rund 30% des Vortags lagen. Die Gründe waren vielfältig, teilweise durch kleine Bugs, die ich schnell beheben konnte. Teilweise auch einfach durch Ausnutzung der „Gutmütigkeit“ des RollButlers durch die Nutzer, die gerne seine Grenzen austesten wollten. In vielen Fällen aber auch durch Discord selber, deren Server ohne nähere Begründung Sessions, die sonst über Tage aufrecht erhalten bleiben, nach wenigen Minuten schon gekappt wurden. Vermutlich ist auch die Infrastruktur bei Discord unter Dampf …

Die große Zahl an Anfragen hat aber auch dazu geführt, dass ich wirklich eine ganze Menge an kleineren Fehlern gefunden – und natürlich beseitigt – habe. Außerdem habe ich den Wachhund (Watchdog) optimiert und ein Monitoring implementiert, sodass – so Discord will – der @RollButlerBot eigentlich nie mehr als anderthalb Minuten ausfallen sollte. Insgesamt also ein positiver Effekt und ich bin mir sicher, dass der Würfel Bot auch noch mehr Anfragen verkraftet.

Verteilung der Zugriffe auf den @RollButler

Auch wenn der Monat noch nicht gänzlich um ist, hier noch ein paar Zahlen: fast 95% der Anfragen gehen über Discord ein, der Rest über die eigene Webseite des @RollButlers. Im Vergleich zu den Vormonaten wird es hinsichtlich der Gesamtzahl der Würfelanfragen wohl auf einen Faktor 6 bis 7 hinauslaufen. Die häufigsten Ergebnisse sind die 3 auf dem W4, die 4 auf dem W6, die 6 auf dem W8 und die 7 auf dem W12 – allerdings nur 0,02 % bis 0,04 % häufiger als die jeweils seltesten Seitenzahlen (4, 6, 5 und 5).

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