Der Roman einer Stadt

Thomas R. P. Mielke: Colonia

Lesezeit etwa 2 Minuten

Der Roman Colonia – Der Roman einer Stadt von Thomas R. P. Mielke lockte mich als Köln-Interessierter schon eine Weile. Andere Kritiken hielten mich jedoch immer wieder zurück, aber dann wollte ich mir doch selber ein Bild davon machen. In dem Buch werden über 2000 Jahre Stadtgeschichte Kölns in Romanform wiedergegeben, wobei ein junger Kelte durch die Jahrhunderte nach einem magischen Zauber stets wieder in den Körper eines Bewohners der Stadt schlüpft und so die Irrungen und Wirren der Kölner Historie miterlebt. Obwohl der Autor wohl nie wirklich in Köln gelebt hat, hat er sich viel Mühe gegeben die großen geschichtlichen Ereignisse aus Sicht von Zeitgenossen zu beschreiben und damit manches Mal auch so zu Verkleinern, dass es einigen Grübelns bedarf, bis man entdeckt, worum es sich eigentlich handelt.

Colonia - Der Roman einer Stadt

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Faszinierend fand ich an dem Werk, dass nahezu ein kontinuierlicher Ablauf durch die Geschichte geboten wird und nicht einfach nur eine handvoll Ereignisse herausgerissen wurden. Schade hingegen ist die Tatsache, dass dem Autor zum Ende hin wohl die Lust (oder Zeit) ausgegangen ist, denn das letzte Drittel der Geschichte wird in rund 50 Seiten aus einer Metaperspektive erzählt. Gelungen ist dann jedoch wieder der Schluss, ein Fakt, der leider heute vielen deutschsprachigen Autoren bei mystischen Themen nicht gelingt.

Insgesamt für an der Stadt Köln interessierte ein durchaus lesenswertes Buch. Wer mit der Stadt oder Geschichte nichts am Hut hat, der lässt es wohl besser im Regal liegen.

Überarbeitete und ergänzte Auflage

Colonia: Roman einer Stadt

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Seit Ende 2008 ist eine überarbeitete Fassung von Colonia verfügbar. In der neuen Fassung ist ein zusätzliches Kapitel enthalten, welches sich unter anderem mit der problematischen U-Bahn Baustelle der Nord-Süd Bahn befasst. Ferner wurde auch ein Anhang mit Referenzen auf die im Roman vorkommenden Figuren hinzugefügt.

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