Explosion

Bild: © Gerd Altmann / Pixabay (modifiziert)

Chris Mooney: Scream

Lesezeit etwa 3 Minuten

Chris Mooneys Thriller gehören zu denen, die bei mir immer erstaunlich lange auf dem Stapel liegen bleiben – völlig zu unrecht. Der 2009 erschienene Roman Scream hat es auch mit in den Urlaub geschafft und wurde dort dann auch endlich mit einer Lektüre belohnt.

Scream ist kein Band der Darby McCormick Reihe von Chris Mooney, sondern befasst sich mit dem ehemaligen FBI Profiler Jack Casey, etwas, was mir nach wie vor das Hirn zermartert, denn ich bin mir sicher, dass ich seine Vorgeschichte bereits in einem Buch gelesen habe, aber auch nach intensiver Recherche finde ich dazu nichts.

Scream

Bild via Amazonkommerzieller Link (Link zum Angebot)

Jack Casey hat vor einigen Jahren als FBI Ermittler gefesselt dabei zusehen müssen, wie ein Gewaltverbrecher vor seinen Augen seine Frau und damit auch das ungeborene Kind ermordet hat. Traumatisiert hat Jack danach seinen Job an den Nagel gehangen und sich als Schreiner verdingt, bevor es ihn dann doch nach Marblehead zurück in den Polizeidienst verschlagen hat.

Hier wird Casey mit einer Reihe äußerst gewalttätiger Kriminalfälle betraut, bei denen ähnlich seinem eigenen Fall mehrere Familien bestialisch ausgelöscht wurden, bevor dann bei Eintreffen der Ermittlungsbeamten eine große Sprengladung den jeweiligen Tatort pulverisiert. Der eingesetzte Sprengstoff (mal Semtex, mal C4) führt Casey bald auf die Spur zu seinem früheren Arbeitgeber, dem FBI.

Als der Serienkiller dann auch noch persönlich Kontakt mit Casey aufnimmt und ihn, bzw. seine neue Freundin bedroht, beginnt ein Katz und Maus Spiel der perfiden Sorte. An explosiven Ereignissen und gekonnten Wendungen fehlt es in diesem Pageturner nicht, auch wenn ein fader Beigeschmack entsteht, wenn man diesen übermächtigen Psychopathen sieht, der nicht nur immer einen Schritt voraus ist, sondern auch mit allen erdenklichen finanziellen, technischen und intellektuellen Möglichkeiten ausgestattet ist. Es spricht natürlich für sich, dass der Mann, der sich selber als “Sandmann” betitelt scheinbar keinen Schlaf benötigt.

Titel Scream
Autor Chris Mooney
OriginaltitelDeviant Ways
Verlag rororo
Seiten 520
ISBN-10
ISBN-13
3499247216
9783499247217
Bestellen bei Amazonkommerzieller Link
Preis 9,95 €

Aber immerhin stehen auch dem Ex-FBI Profiler ausreichend Bekannte mit nicht weniger Ressourcen zur Verfügung, so dass sich die Kräfte trotz eines drei Parteien Konflikts wieder ausgleichen.

Jack Casey droht dabei von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt und Opfer dieser zu werden. Es fehlen wohl nur noch wenige Seiten, bis der Ermittler ein psychisches Wrack wird. Ein Wunder, dass er bei der Größe und Besonderheit dieses Falles sowie diverser persönlicher Enthüllungen frei weiter ermitteln darf und ihm nicht vorn Obrigkeiten das Vertrauen entzogen wird.

Daumenwertung 3 von 4
3 von 4
C4 Paketen

Dennoch, Scream bringt empfehlenswerte, actionreiche und spannende 520 Seiten mit sich, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn einem Psychothriller mit kinoreifen Handlungen gefallen. Von meiner Seite aus daher eine klare Leseempfehlung für Scream von Chris Mooneykommerzieller Link und für mich die Erinnerung hier ein paar neue Werke des Autors auf meinen SUB zu platzieren.

Und wenn mir dann noch jemand sagen kann, wo ich die Vorgeschichte zu Jack Casey, der am Stuhl gefesselt und geknebelt dabei zusehen muss, wie ein kaltblütiger Killer seiner ihm gegenüber sitzenden Frau die Kehle durchschneidet, bereits gelesen haben könnte, bin ich demjenigen zu Dank verpflichtet…

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