The Game – das Kartenspiel

Neben einem großen Stapel an Büchern haben auch ein paar kleinere Gesellschaftsspiele den Weg mit in den Urlaub gefunden, wenngleich die Zeit um diese ausgiebig zu spielen eher knapp war. Eines der Spiele, dass wir testen konnten, ich allerdings auch bereits im vergangenen Jahr schon einmal spielen durfte, ist das kooperative Kartenspiel “The Game”. Der Titel ist mutet so simpel an, wie das Spiel selber nachher auch ist. Der Spielspaß selber kann dabei äußerst unterschiedlich ausfallen.

NSV - 4034 - The Game - Kartenspiel

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The Game aus dem Nürnberger Spielkarten Verlag besteht aus nicht mehr als 102 Karten, von denen 98 einfach nur mit den Zahlen von 2 bis 99 bedruckt sind. Die vier restlichen Karten zeigen zwei mal die Ziffer eins und zwei mal die Zahl 99. Dies ist auch schon alles, was für das Spiel “The Game” benötigt wird, bei dem es nun darum geht alle 98 Zahlenkarten abzulegen.

Die vier Sonderkarten werden offen ausgelegt und markieren vier Stapel, die im Verlauf des Spiels entstehen. Die Stapel neben den Karten mit der eins sollten aufsteigende Kartenwerte sammeln, die Stapel neben der 99 entsprechend absteigende Kartenwerte.

Jeder Spieler erhält nun einen Handkartensatz von sechs bis acht Zahlenkarten, die restlichen Spielkarten bleiben verdeckt als Nachziehstapel. Im Solo-Spiel hat der Spieler 8, bei zwei Spielern 7 und ansonsten je 7 Karten auf der Hand. Reihum müsse die Spieler nun verpflichtend mindestens zwei ihrer Handkarten auf die vier offenen Ablagestapel legen. Auf den aufsteigenden Stapeln muss die abgelegte Karte also größer sein als die bereits liegende und entsprechend umgekehrt bei den absteigenden Stapeln. Am Ende seines Zuges zieht der Spieler eine entsprechende Zahl an Karten vom Nachziehstapel nach, bis er wieder seine Ausgangskartenzahl auf der Hand hat.

Eine Kommunikation zwischen den Spielern ist nur sehr beschränkt gestattet. Zwar darf ein Spieler nicht sagen, welche Karten er hat, aber er darf Hinweise geben im Sinne von “Bitte auf den linken Stapel nichts mehr legen!”

Der streng monotone Anstieg, bzw. Abstieg der Kartenwerte auf den Ablagestapeln kann nur unterbrochen werden, wenn ein Spieler eine Karte, die exakt 10 niedriger, bzw. höher als die ausliegende Karte ist, auf den Stapel legt. Damit kann bei einem zu rasch angewachsenen Stapel noch einmal etwas Luft verschafft werden.

Ist der Nachziehstapel einmal leer, brauchen die Spieler jeweils nur noch eine Karte abzulegen.

Gewonnen ist das Spiel, wenn alle Karten auf die vier Stapel regelgerecht untergebracht werden konnten. Kann ein Spieler keine seiner Karten mehr unterbringen, hat das Team verloren.

NSV - 4037 - THE GAME ON FIRE, inklusiv Erweiterungskarten - Kartenspiel

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Gespielt habe ich das Spiel auf der Manticon 2015 in einer Runde mit vier (oder fünf) Spielern im Innenhof der Burg bei strahlendem Sonnenschein. Jetzt im Urlaub war eine Runde zu Zweit bei Kerzenschein möglich. Das Spiel ermöglicht auch eine Solo Variante, die dann jedoch vergleichsweise schwer ist, bei drei Solo-Testrunden ist es mir nicht ein mal gelungen auch nur in die Nähe eines Sieges zu gelangen. Je mehr Teilnehmer am Tisch sitzen (maximal 5 Spieler), desto interessanter gestaltet sich das Spiel meiner Meinung nach. Entscheidend ist hier auch, dass die Karten in ausreichender Qualität gemischt sind. Dies ist durch die Sortierung im Rahmen des Spiels ein entscheidender Faktor.

TitelThe Game
AutorSteffen Benndorf
VerlagNürnberger Spielkarten Verlag
Spieler1-5
Dauer15 Minuten Minuten
Alterab 8 Jahre
Erhältlich beiAmazonkommerzieller Link
Spiele-Offensivekommerzieller Link
eBaykommerzieller Link
Neben der Standardausgabe von The Gamekommerzieller Link mit den besagten 102 Karten, ist auch eine erweiterte Fassung unter der Bezeichnung The Game on Firekommerzieller Link erhältlich, die neben dem Grundspiel und einer Ablagematte für die vier Stapel auch noch sechs andersfarbige Karten für die Zahlen 22, 33, 44, 55, 66 und 77, die sogenannten Feuer-Karten, beinhaltet. Die Feuer-Karten werden gegen die regulären Karten mit den gleichen Zahlenwerten ausgetauscht. Spielt jemand im Verlauf des Spiels eine dieser Karten aus, muss diese spätestens im Zug des folgenden Spielers abgedeckt werden, andernfalls ist das Spiel verloren.

Die On-Fire Variante kann also auch mit dem Grundspiel gespielt werden, wenn man die sechs Feuer-Karten anhand ihrer Zahlenwerte im Auge behält. Der Mehrpreis für die On Fire Ausgabe von über 10 € für lediglich sechs andersfarbige Karten und die kleine Matte ist eher Luxus.

Durch die Schlichtheit der Karten (ausschließlich Zahlen und äußerst einfache Regeln), kann das Spiel auch im internationalen Umfeld gut genutzt werden. Die absolute Einfachheit des Spiels und der kooperative Ansatz bei einem Kartenspiel sind durchaus erfrischend.

Daumenwertung 3 von 4
3 von 4
Ablagestapel

The Game ist eine gute Alternative, wenn die Spielgruppe sich mit Uno & Co. zu sehr in die Haare gerät. Ein Frust Faktor, wenn der vorangegangenen Spieler die Ablagemöglichkeiten zunichte gemacht hat, ist bei The Game allerdings auch vorhanden.

Insgesamt ist The Game damit ein interessantes Spiel, wenngleich ich skeptisch bin, ob es genügend Abwechslungsreichtum mit sich bringt um einen langen Spielspaß zu gewährleisten.

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