André Wiesler: Protektor – Monsterjäger mit Sockenschuss

Lesezeit etwa 3 Minuten

Spätestens nachdem Klaus Holger versehentlich ein Pornofilmchen über den Newsletter seiner Firma an alle Kunden des Unternehmens versandt hatte, ging es in seinem Leben nur noch bergab. Seinen Job, seine Freundin und letztlich auch seine Wohnung hat er auf diese Weise verloren. Doch Klaus Holger lässt sich nicht unterkriegen und nach einem Discobesuch mit seinem Kumpel verändert sich einiges. Plötzlich interessieren sich die Frauen für Klaus und eine, mit der er ein Schäferstündchen hatte, bezeichnet ihn als den neuen Protektor. Neben dieser Bezeichnung trägt er seit dieser Nacht allerdings auch ein merkwürdiges Zeichen an seiner Hand, bei dem die Medizin vor einem Rätsel steht.

Als Protektor ist es seine Aufgabe die Welt vor dem Bösen zu beschützen, vor Dämonen aus der Unterwelt, die auf einmal überall aufzutauchen scheinen, ebenso wie Wahrheiten über seinen Vater, die Klaus lieber nicht wissen möchte. Völlig ahnungslos, aber immerhin mit einem Tierbegleiter – der Kuh Kunigunde – ausgestattet, zieht Klaus Holger also los.

Protektor: Monsterjäger mit Sockenschuss

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Protektor ist ein humoristischer Mystery Thriller, wobei der Fokus auf humoristisch liegt und der Thriller Anteil eher überschaubar ist. Aufmerksam wurde ich auf das Werk von André Wiesler im Rahmen der diesjährigen FeenCon. Kurzfristig hatte ich dann von meinem Audible Guthaben das entsprechende Hörbuch gekauft und mir in den vergangenen Tagen angehört.

André Wiesler liest persönlich das Buch ungekürzt vor, was durchaus seinen Charme hat. Dass der Autor kein professioneller Sprecher ist, ist dabei allerdings durchaus zu bemerken, jedoch nicht in störender Weise. Die Geschichte um Klaus Holger ist amüsant, teilweise von deutlicher Sprache und insgesamt kurzweilig. Mit zahlreichen Rückblenden in Klaus’ Vergangenheit begleitet der Hörer den neuen Helden auf seinen ersten Tagen im Werdegang zum Beschützer der Menschheit. Das Ende verspricht auch noch Fortsetzungen der Reihe um den Protektor mit Sockenschuss und seiner Kuh.

TitelProtektor – Monsterjäger mit Sockenschuss
AutorAndré Wiesler
VerlagTorsten Low Verlag
Seiten248
ISBN-10
ISBN-13
3940036609
978-3940036605
Preis14,99 €
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Meine Einschätzung
Inhalt (61 %)silber
 - Spannung (50 %) silber
 - Originalität (15 %) gold
 - Nachvollziehbarkeit (15 %) silber
 - Schluss (20 %) gold
Sprache (15 %)gold
Sprecher (21 %)silber
Cover (3 %)bronze
Gesamtbewertung2.2 / 4 = 56.1 %

Empfehlung
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Der Autor, André Wiesler, ist kein unbekannter in der Rollenspiel-Szene. Dementsprechend läuft aktuell auch eine Crowdfunding Initiative um das zum Buch passende Rollenspiel Protektor zu verwirklichen. Die Spieler schlüpfen dabei in die Rolle von Protektoren mit Tierbegleitern und müssen sich gemeinsam dem Bösen entgegenstellen. Das Crowdfunding läuft derzeit noch, hat seine Finanzierungsschwelle längst überschritten und arbeitet sich nun an den einzelnen Zusatzzielen ab. Des dennoch eher überschaubare Gesamtkapital lässt keine großen Sprünge zu, so dass optisch wohl ein eher nüchternes und nicht so ansprechendes Produkt entstehen wird. Doch wer sich nicht nur von seinem Auge leiten lässt, könnte hier ein interessantes humoristisches Rollenspiel bekommen, wie es an und für sich zu wenige auf dem Markt gibt.

Angekündigt ist auch ein Solo-Abenteuer im Sinne eines Spielbuchs in der Welt des Protektors, bei dem der Spieler allerdings in die Rolle von Kunigunde, der treuen Gefährtin von Klaus Holger schlüpft.

Fazit

Ich habe mich nach all dem eher trockenen Material bei dem kurzweiligen Werk von André Wiesler amüsiert und anschließend auch meinen Obolus auch für das Rollenspiel getätigt. Wie nicht selten bei Comedy Werken wiederholen sich Witze oder Floskeln, die der Autor auch schon in anderen seiner Werke verwendet hat, so dass Leser anderer Bücher von André Wiesler auf bekanntes treffen werden. Die Covergestaltung ist schlicht, für meinen Geschmack zu einfach und wenig ansprechend. Doch inhaltlich ist die Persiflage auf die Superhelden und Mysterien unserer Zeit für Freunde des nicht ganz ernstgemeinten Worts eine Lese- oder Hörempfehlung.

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