SPIEL ’19 – Ein kleiner Messebericht (Tag 1)

Zwei Tage des Messebesuchs hatte ich mir in diesem Jahr wieder gegönnt und zudem auch wieder einmal die Pegasus Game Night. Letztere dann doch leider deutlich verkürzt. Viel wurde gespielt, getestet und auch geredet. Und wie immer habe ich daheim dann wieder festgestellt, was ich wieder einmal vergessen habe.

Hier liefere ich nun wieder einmal einen Überblick über “meine” internationalen Spieletage und meine Einschätzung zu dem ein oder anderen Spiel.

Spielberichte

Besonders der erste Messetag, der Donnerstag, war von intensivem Spiel geprägt. Im Schlepptau von Jens und Sandra vom Ausgespielt Podcast tauchte ich hier und da auf einem Stand auf und spielte und spielte …

Schatztauchen mit Deep Blue

Days of Wonder DOWD0017 Deep Blue, Mehrfarbig, bunt

Bild via Amazonkommerzieller Link (Link zum Angebot)

Den Auftakt gleich nach dem Öffnen der Tore zu den Messehallen machten wir am Stand von Days of Wonder mit Deep Bluekommerzieller Link.

Bei diesem kompetitiven Spiel schlüpft jeder Spieler in die Rolle von Schatzsuchern, die mit ihren beiden Booten die See befahren und an zahlreichen Stellen zum Grund hinab tauchen um dort Reichtümer zu finden. Die Knackpunkte beim Tauchen stellen in diesem Spiel der Luftvorrat und Meeresungeheuer dar, geht das eine zur Neige oder taucht das andere zu oft auf, muss der Tauchgang abgebrochen werden und der ein oder andere Schatz verbleibt für immer verloren in den Tiefen des Meeres.

Es gilt also den Tauchgang möglichst gut vorzubereiten, wozu die Spieler Ausrüstung erwerben und Teammitglieder in Form von Handkarten anheuern können.

Deep Blue

Der primäre Zufalls- und Spielmechanismus besteht nun darin, dass der Spieler, der sich für den Tauchgang entscheidet, nach und nach Steine aus einem Beutel zieht, die da Schätze sein können, aber eben auch Ungeheuer oder Marker für den Luftverbrauch. Kommt ein Ungeheuer zu viel aus dem Beutel oder ist der Luftverbrauch höher als die Ausrüstung gestattet, muss der Tauchvorgang zwangsweise beendet werden. Es ist also etwas Pokern angesagt.

Die Mitspieler, die in der Nähe des Tauchplatzes sind, können sich ebenfalls mit in die Tiefe wagen, sind dann allerdings auch die Entscheidungen und den Erfolg des Haupttauchers angewiesen, können aber auch durchaus mehr Siegpunkte davontragen, als der Spieler, der den Tauchgang angestoßen hat.

Fazit: Ein nettes Spiel, das schön und wertig aufbereitet ist sowie ein paar neue Spielelemente mitbringt. Doch auch wenn sowohl die Tauchplätze zufällig verteilt und die Karten für den Markt gemischt sind, dürfte das Spiel auf Dauer recht repetitiv sein.

Handelsreise mit Marco Polo II

Auch wenn mir der Vorgängertitelkommerzieller Link nicht bekannt war, stürzten wir uns nun auf Marco Polo II, bzw. Auf den Spuren von Marco Polo II von Hans im Glück.

Wie der Titel des Spiels bereits vermuten lässt, begeben sich die Spieler in die Fußstapfen des großen Handelsreisenden und versuchen möglichst viele Waren zu erwirtschaften, Aufträge zu erfüllen und Handelsstationen zu errichten.

Marco Polo II

Der erste Blick auf das Spielbrett wirkt erschlagend, so groß ist die Vielzahl der dort angebotenen Optionen, die man sich mit zuvor geworfenen Würfeln erkaufen muss. Teilweise können Aktionen nur von einem Spieler durchgeführt werden, andere können durch Abgabe eines Würfels mit höherer Augenzahl auch ein weiteres Mal ausgeführt werden.

Doch die Symbole auf dem Spielplan und den Karten sind recht eingängig und konsistent gehalten, sodass es mir recht leicht gefallen ist, mich zurechtzufinden.

Jeder Spieler hat eine eigene Charakterkarte, die der Spielfigur eigene Sonderfertigkeiten zuteil kommen lässt. Während der eine vergünstigt von Ort zu Ort ziehen kann, erhält der andere in jeder Runde zusätzliches Einkommen etc.

Bereist eine Figur einen Ort, erbaut er hier eine Handelsstation und kann auf die Angebote des Ortes “jederzeit” zurückgreifen. Ist er dazu der erste, der diesen Ort betritt, erhält er auch noch einmalig Bonuswaren. Doch das Reisen von Ort zu Ort kostet Geld und nicht selten auch Kamele.

Die Kamele wie auch die Handelsgüter können durch Abgabe von Würfeln erworben oder eingetauscht werden. Erwirbt man zudem in einer Stadt einen Auftrag und kann die dort angegebenen Güter abgeben, resultiert dies in Siegpunkte, ebenso wie Siegel, die Anzahl an Handelsposten, Waren etc.

Fazit: Marco Polo II ist komplex, aber flüssig. Das Spielmaterial ist gut aufbereitet, wenngleich die gewaltige Fülle an Möglichkeiten auf dem Spielbrett zeitweise den Überblick hindert. Mir hat das Spiel gefallen – klar, ich habe die Testrunde auch siegreich beendet, was selten genug passiert …

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