Rollenspielwürfel

Bild: © PantherMedia.net / Dirk Schönau (modifiziert)

Roleplay Convention 2015

Lesezeit etwa 14 Minuten

In Köln wurden an diesem Wochenende wieder die Rollenspieler der Nation zur Roleplay Convention (RPC) gerufen. Die Messehallen 10 und der umgebende Außenbereich war auch in diesem Jahr wieder sehr gut bestückt mit Spiele- und Buchverlagen sowie diversen Marketendern und Schaustellern aus der LARP Szene. Auch mich hat es in die Nachbarstadt verschlagen um mich über neue Spiele am Markt zu informieren, aber auch um den ein oder anderen Euro gegen einen Stapel Papier zu tauschen. Eine eigene Spielrunde habe ich nach meinen Erfahrungen aus dem Vorjahr nicht im Gepäck, wohl aber das Interesse selber in das ein oder andere Spiel hineinzuschnuppern.

HEX – Shards of Fate

Pünklich zur Eröffnung der Messe um 10 Uhr reihte ich mich in die lange Schlange vor dem Eingang ein, doch dank der Eintrittskarte, die bereits in meinem Besitz war, konnte ich dann schon als einer der ersten die Messehalle betreten und gleich am ersten Stand ein Foto von mir auf eine virtuelle Spielkarte für HEX – Shards of Fate abdrucken lassen.Bei HEX handelt es sich um ein Computerspiel, dass das Beste aus einem Multiplayer Online Rollenspiel (MMO) und Sammelkartenspiel (TCG) zu vereinen behauptet. Persönlich bin ich kein großer Freund von Sammelkartenspielen, denn mein Hang zur Sammel- und Komplettierleidenschaft zöge mir hier unsummen Geld aus der Tasche, das ich lieber für Artikel ausgeben mag, die ich tatsächlich vollständig sammeln kann. Außerdem ist mir das Konzept des mit realem Geld erkaufbaren Spielerfolgs zuwider. Von daher habe ich mich an diesem Stand abgesehen von dem Fotoshooting auch nicht wirklich lange weiter aufgehalten.

Mein Rundgang über die Messe führte mich nun erst einmal ziellos durch die Gänge, obwohl ich mir im Vorfeld bereits eine genaue Liste erstellt hatte mit Terminen und Lokationen. Doch zunächst wollte ich mich ein wenig berauschen lassen vom Treiben und den zahlreichen und hochgradig professionell Kostümierten, die auch in diesem Jahr wieder der Messe einen besonderen Touch verliehen. Meine Hochachtung und Respekt vor dem Aufwand und der Mühe, die diese Fantasy und Science-Fiction Fans in ihre Verkleidung stecken und vor allem auch dafür, dass sie den ganzen sommerlichen Tag in der Haut von Stormtroopern, Chewbacca und Co. durch die Hallen stromerten.

Golem Arcana

Ein erster Stopp galt nun dem Pegasus Verlag, der sich optisch in diesem Jahr seinem Spiel Die Zwerge verschrieben hatte, einem Brettspiel nach der gleichnamigen Romanserie von Markus Heitz. Hierfür ist aktuell ein Crowdfunding Projekt angestoßen worden, dass primär eine englische Übersetzung des Spiels, bzw. einen Verkauf in den Staaten ermöglichen soll, doch die Produkte auch auf Deutsch ausliefert. Die Finanzierungsschwelle ist aktuell schon deutlich überschritten, so dass der Realisierung des Projekts nichts mehr im Wege steht. Zudem ist auch das Limit für die ersten drei veröffentlichten Stretch Goals (Zugaben) überschritten, so dass Pegasus hier noch einmal nachlegen muss. Für Freunde oder Einsteiger in das Spiel ergeben sich damit interessante Bundles. Ob sie allerdings lukrativ sind, muss sich auf Basis der noch ausstehenden Stretch Goals erst noch zeigen, denn für 71 €, die die noch verfügbaren Bundles aus Grundspiel + Erweiterung inkl. Versand kosten sollen, dürften die Pakete später am Markt ebenfalls erhältlich sein (Basisspiel aktuell ca. 34 € inkl. Versand, bleiben also noch 36 € Kapital für die Erweiterung übrig). So wie ich das sehe, fährt man in Deutschland besser mit der Finanzierung der “Legendary Quest”, also lediglich der Erweiterung für 29 €, bzw. 35 € inkl. Versand…

Doch gefangen wurde ich von einem Supporter, der mir die Hauptattraktion von Pegasus in diesem Jahr zeigen und erklären wollte: Golem Arcana. Golem Arcana ist ein Skirmish Tabletop Spiel im Fantasy Setting, dass neben den klassischen Figuren und Karten noch innovativ mit einem sogenannten TDI Stift und einer App daher kommt. Zwei oder mehr Spieler treten hier mit ihrer Truppe aus bereits bemalten Golems auf den vorgefertigten Landschaftskarten gegeneinander an. Innovativ ist dabei der Aspekt, dass für die Bestimmung von Entfernungen kein Maßband mehr benötigt wird und für die Entscheidung von Kämpfen keine Würfel mehr gerollt werden müssen. Dies geschieht alles über Regelmechanismen, der zugehörigen App für Smartphones, besser jedoch für Tablets und dem im Basisspiel mitgelieferten TDI Stift. Dieser Stift funktioniert wie der in Deutschland bereits bekannte tiptoi Stift: Eine für das menschliche Auge kaum wahrnehmbare Rasterung auf der Oberfläche der bedruckten Materialien wird durch den Stift erkannt und per Bluetooth an das Smartdevice gesendet. Die App auf dem Gerät wiederum wertet diese Daten aus und weiß im Bruchteil einer Sekunde, welches Objekt der Spieler soeben angetippt hat und zeigt die zugehörigen Daten auf dem Bildschirm an. Neben den Spielwerten der einzelnen Figuren werden auf dem Display auch eine 3D Darstellung des Spielfeldes geboten, dass die Spieler auch mit realen Spielfiguren und Karten vor sich haben. Ein Spielzug sieht nun wie folgt aus: Der aktive Spieler wählt eine seiner Figuren aus, die eine Aktion (bewegen oder angreifen) durchführen soll. Hierzu tippt er nun mit dem TDI Stift auf die Figur oder auf die zugehörige Karte mit den Werten und Aktionen. Die kostenlose App zeigt dann sogleich die aktuellen Daten der Figur an, die sich durch Modifikatoren aus der Landschaft oder anderer Effekte ergeben haben. War die gewünschte Aktion eine Bewegung, so werden auch alle Felder angezeigt, auf die sich die Figur bewegen kann, bei einem Angriff werden entsprechend die erreichbaren Gegner angezeigt. Nun wählt der Spieler wiederum mit dem TDI Stift das Zielgebiet oder die Zielfigur für seine Aktion aus. Im Falle eines Angriffs präsentiert die App nun die Erfolgswahrscheinlichkeit des Angriffs, so dass der Spieler verschiedene Aktionsmöglichkeiten erst einmal “abtasten” kann, bis er die letztlich vielversprechendste durch einen Bestätigungsklick mit einer Taste auf dem Stift aktiviert. Die App bestimmt mit einer Zufallszahl nun das Ergebnis der Aktion und gibt das Resultat auch sogleich mit den zugehörigen Folgen bekannt. Verfügt der Spieler über weitere Aktionspunkte, so kann er nun auf diese Weise weitere Figuren agieren lassen oder schlussendlich den Stift seinem Gegner geben, der seinerseits nun seinen Zug ausführt.

Pegasus Spiele 58000G - Golem Arcana Grundspiel

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Ich bin unschlüssig, tendenziell jedoch eher skeptisch dem Spiel gegenüber eingestellt. Was mir gefällt sind die bereits ab Werk schön gerfertigten und bemalten Figuren und der innovative Stift. Doch bereits in der Demorunde fiel mir auf, dass die Spieler nur auf die Anzeigen der App starren und die Figuren auf dem Tisch eher nachrangig sind, besonders da das Spielfeld mit den Golems auch auf dem Schirm der App dargestellt ist. Das Spiel funktioniert zwangsläufig nur mit den mitgelieferten Karten, die zwar in einer großen Zahl an Kombinationen zusammengestellt werden können, aber nicht den schönen optischen oder haptischen Effekt haben, wie sie die modellierten Tabletop Spieltische haben. Ebensolches gilt auch für die Figuren, deren Base und Wertekärtchen mit dem Spezialdruck versehen sind, den der Stift benötigt. Wiederum positiv zu erwähnen ist, dass das Spiel mit Quests ausgestattet ist, die dadurch mehr als einfach nur ein Gemetzel von Figuren auf dem Tisch ermöglichen. Aus meiner Sicht wird das Spiel echte Tabletop Spieler kaum überzeugen können, für alle anderen kann es ein interessanter Einstieg in die Welt des Tabletops sein, da der aufwändige Teil (Regeln, Würfeln, Messen, etc.) komplett entfällt. Zwar können die Spieler auch weiterhin noch ihre Würfel selber rollen lassen und das Ergebnis anschließend mit dem TDI Stift eingeben, jedoch… Letztlich ist man so sehr mit der App beschäftigt und die Figuren auf dem Spielbrett so unbedeutend, dass auch ein reines Computerspiel den gleichen Effekt hätte. Eine Empfehlung kann ich damit nur für technikverliebte Neueinsteiger in die Welt der Fantasy-Tabletops geben.

Call of Cthulhu

Cthulhu, Priester der Krähen

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Für das klassische Pen&Paper Rollenspiel hatte der Pegasus Verlag nun auch aktuelle Veröffentlichungen für Call of Cthulhu und Shadowrun parat. Für Cthulhu waren dies die Veröffentlichungen zu Berge des Wahnsinns, dem Kampagnenband und zugehörigen Spielleiterpack über das ich bereits ausführlich berichtet habe sowie der Softcover Abenteuerband Der Priester der Krähen mit zwei bereits für die 6. Edition der Regeln angepassten Abenteuern.

In einem eher wirren Vortrag präsentierte Heiko Gill, Chefredakteur für die Call of Cthulhu Sparte bei Pegasus, die aktuellen Entwicklungen für das Rollenspiel, hatte allerdings wenig neues zu berichten. Derzeit sind drei Softcover Abenteuerbände vorgesehen, von denen mit “Der Priester der Krähen” das erste nun erschienen ist. Perspektivisch sollen pro Jahr nun drei solcher Hefte erscheinen, die jeweils zwei längere Abenteuer (oder mehrere Kürzere) beinhalten werden. Nachdem die ersten drei Exemplare lediglich aufbereitete Abenteuer (bereits in den Cthuloiden Welten veröffentlich und nun für die neuen Regeln angepasst) beinhalten und sich damit primär an Neueinsteiger richten, sollen die folgenden Softcover Bände dann wieder neu geschriebene Abenteuer beinhalten. Die Softcover Bände sollen preislich alle bei ca. 10 € liegen.

Die mit Spannung erwartete Veröffentlichung des Regelwerkes für die 6. Edition ist weiterhin offen. Da der Lizenzgeber Chaosium seine Publikation noch nicht am Markt hat, ist es Pegasus nicht möglich seinerseits die deutsche Version in den Druck zu geben. Nach Erscheinen des amerikanischen Originals, wird es vermutlich ca. 3 Monate dauern, bis dann auch das deutsche Regelwerk erhältlich sein wird. Das Spielerhandbuch wird voraussichtlich in zwei Ausfertigungen erscheinen: Die Standardausgabe und die limitierte Version. Die bereits bei Shadowrun 5 erprobte Strategie des niedrigen Preises für das Grundregelwerks möchte man nun auch bei Cthulhu anwenden. Über die tatsächliche Höhe des Preises wollte und konnte Heiko Gill sich allerdings nicht auslassen. Eine Vorschau auf die neuen Regeln, die eine deutliche Entschlackung des Charakterbogens mit sich führt, kann man durch die kostenfreien Schnellstartregeln erhalten. Letztlich beinhalten die neuen Regeln einige Vereinfachungen, jedoch ist eine Kompatibilität mit denen der 3. Edition gegeben, so dass ein Umstieg eher leicht fallen sollte. Zeitgleich mit Erscheinen des neuen Regelwerkes, das nur noch zwei strategisch ausgewählte Abenteuer beinhaltet, wird es auch ein Spielleiterpack geben, das unter anderem einen Spielleiterschirm beinhaltet. Weitere Goodies in diesem Pack wurden angedeutet, jedoch nicht näher konkretisiert. Ein zweiter Regelband mit weiterem Hintergrundmaterial für den Spielleiter wird es nach Erscheinen des für das Spiel relevanten Spielerhandbuchs (bzw. Investigatoren Kompendium) ebenfalls wieder geben.

Drei weitere Quellenbände im Hardcover Format und vollfarbig wurden ebenfalls angekündigt: Zum einen handelt es sich um einen Band über die Stadt Prag, der neben einer Ortsbeschreibung mit cthuloiden Fokus auch eine größere Zahl passender Abenteuer und Szenarien beinhalten soll. Ein weitere Quellenband wird sich mit dem Thema Gangster der 20er und 30er Jahre in Amerika befassen und auch hierzu wieder einige zugehörige Abenteuer bieten. Um schließlich der dritte Band ist die Übersetzung von Tatters of the King (Königsdämmerung) aus der amerikanischen Veröffentlichung. Diese drei Bände werden vermutlich wohl erst 2016 erscheinen und ebenfalls alle für das neue Regelwerk angepasst sein.

Neuen Abenteuern für das aktuelle Zeitalter (Cthulhu now) erteilte Heiko Gill jedoch leider eine Absage, da sich dieses Setting für den Verlag wohl nicht rechnet. Die Wünsche des Plenums in Richtung Schottland, Skandinavien, Südamerika, Gaslicht, etc. hingegen wurden mit deutlich mehr Wohlwollen aufgenommen.

Cthulhus Ruf

Die Redakteure des Fan Magazins Cthulhus Ruf konnten pünktlich zur Messe die Ausgabe 7 ihres Magazins veröffentlichen. Daniel Neugebauer und Ralf Sandfuchs stellten die Ausgabe kur vor, die sich dem Thema Märchen widmet und damit das Traumlande Setting bedienen möchte. Das hochqualitative Magazin beinhaltet wieder eine Sammlung an Abenteuern für die 1920er, aber auch ein Katzulhuabenteuer sowie Material für Gaslicht und das Piratensetting. Das zugehörige Archiv beinhaltet eine Beschreibung der fiktiven Stadt Zawra für Abenteuer im 1001 Nacht Umfeld und auch zugehörige Abenteuer. Aus meiner Sicht leistet das Team von Cthulhus Ruf mit ihren Magazinen zum Preis von 7 € eine unglaublich gute Arbeit mit der Veröffentlichung von zahlreichen Abenteuern und Hintergrundmaterialien, die ich persönlich mehr von Pegasus selber gewünscht hätte.

Shadowrun

Shadowrun 5: Straßengrimoire

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Für Shadowrun hatten sich zwei Veröffentlichungen an mir vorbei geschlichen und ließen mich dann doch Geld bei Pegasus am Stand zu lassen. Zum einen handelt es sich dabei um das “limitierte” Schattenhandbuch 2, einem Quellenbuch zu Shadowrun. Die Auflage beträgt 3000 Exemplare, einer zwar begrenzten und damit brechtigt “limitierten” (von hand nummerierten) Stückzahl, doch wohl mehr ein Marketinggag als alles andere. Inhaltlich befasst sich dieser Band mit Zauberei, Parabotanik, Parageologie, Ätherologie und Medizin in den 2075ern. Der Band ist optisch ansprechend und von der Erscheinung mit metallbeschlagenen Ecken an den ersten Band (Schattenhandbuch 1) angepasst und wird wohl erst in den kommenden Tagen im regulären Handel verfügbar sein.

Mehr Magie beinhaltet der Quellenband Straßengrimoire, das ebenfalls frisch für Shadowrun 5 erschienen ist und bereits im Handel ist. Der Band beinhaltet ausführliche Zauber- und Ritualbeschreibungen, magische Traditionen und geheime Gesellschaften. Das Werk ist für den deutschsprachigen Raum auch um zusätzliche Elemente für die Allianz Deutscher Länder (ADL) ergänzt worden.

Smash Up

Aus der Crowdfunding Kampagne rund um die Berge des Wahnsinns für Cthulhu ist auch das Kartenspiel Smash Up in der Cthulhu Edition für mich abgefallen. Präsentiert wurde auf der Messe die Edition Kuschelattacke, die Katzen, Prinzessinnen, Feen und mystische Pferde zum Thema hat und damit ganz eindeutig eher die Mädchen ansprechen soll. Da ich Smash Up allerdings noch nicht gespielt hatte, nutze ich die Gelegenheit um hier einmal einen Einblick zu erhalten. Faktisch ist Smash Up ein Kartenspiel für zwei bis (bei Nutzung mehrerer Exemplare) vier Spieler. Jeder Spieler wählt zwei Fraktionen aus, die durch einen Stapel Karten mit Kreaturen und Aktionen zu einem Themengebiet repräsentiert werden. Gegeneinander ringen die Spieler nun um sogenannte Basen, die durch erzielen einer Mindestpunktzahl zerstört werden müssen. Wer schließlich die meisten Punkte zur Zerstörung beigetragen hat, erhält dann auch die höchste Siegpunktzahl, die nächsten beiden Spieler erhalten dann absteigend weniger Punkte. Aktionen und Sonderfertigkeiten gestalten dann die Interaktion im Spiel wenn die Kreaturen der Gegner übernommen oder gar zerstört werden. Das Spiel ist recht einfach, aber auch nur mit mäßig Spielwitz versehen. Die Kartenfiguren haben keinen, wenn überhaupt einen kaum erkennbaren Bezug zu ihren Fähigkeiten, so dass man sich die Bilder und Kartennamen auch gleich hätte sparen können. Für mich also kein anspruchsvolles oder allzu witziges Spiel, das wohl eher selten auf den Spieltisch gelangen wird.

Illuminati

Pegasus Spiele 53005G - Illuminati, 2te Edition

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Die Illuminaten sind zurück! Auch hierbei handelt es sich um ein Spiel, das der Pegasus Verlag wieder aufgelegt hat. Optisch aufbereitet entspricht Illuminati ansonsten der längst vergriffenen ersten Edition. Dem Szenario entsprechend wurden Spielrunden hier in einer “Geheimloge” angeboten und am späten Nachmittag hatte ich dann das Vergnügen das Spiel einmal erproben zu können. Die Grundidee ist einfach: Jeder Spieler vertritt eine Weltverschwörung und trachtet danach die Weltherrschaft an sich zu reißen. Hierzu übernimmt er mit der Macht seiner Verschwörungstheorie andere Gruppen und bindet sie in seine Machtstruktur ein. Jede Gruppe erhält zu Beginn der Runde ein Einkommen, das für die Übernahme anderer Gruppen oder der Verteidigung gegen Angriffe Dritter eingesetzt werden kann. Ein Angriff erfolgt dabei durch Vergleich von festen Werten für Macht und Widerstand der beteiligten Gruppierungen und ggf. eingesetzter Gelder und Spezialfertigkeiten. Natürlich können die anderen Spieler versuchen in das Kampfgeschehen einzugreifen, wenn ihnen die Absichten ihres Mitspielers nicht genehm sind und durch Einsatz von Geldmitteln die eine oder andere Partei weiter unterstützen. Sind alle Unterstützungsleistungen Platziert versucht der aktive Spieler durch einen Würfelwurf die nun geltende Differenz von Macht- und Widerstandspunkten zu unterbieten. Gelingt ihm dies, so kann er die übernommene Gruppierung an seine bestehenden Gruppen nach vorgegebenen Regeln anlegen und deren Effekte und Einkommen zukünftig für seinen weiteren Machtausbau nutzen.

Doch es gilt Obacht walten zu lassen, denn gegnerische Spieler trachten vermutlich ebenso nach diesen Gruppierungen und ggf. daran hängende Strukturen. Ein großer Satz witziger Karten und ein leicht verständliches, aber umfangreiches Regelwerk ermöglichen hier 2-6 Spielern innerhalb eines bis zu dreistündigen Zeitfensters zu erbitterten Feinden zu werden wenn bei einer feindlichen Übernahme einer Gruppe ein ganzer Zweig aus dem Machtgefüge die Seite wechselt. Zum Messeschnäppchenpreis wechselte die Box auch hier den Besitzer und wird gerne gespielt werden. Von daher aus meiner Sicht eine Empfehlung für die glückliche Neuauflage des Klassikers, das wohl nicht mehr verbessert werden brauchte.

Doch es war nicht nur Pegasus auf der RPC vertreten. Was ich sonst noch gefunden und gesehen habe, berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt…

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