Kölnkrimi um den Bau einer Megasporthalle

Peter Meisenberg: Haie

Lesezeit etwa 2 Minuten

Nach der rasanten Jagd durch das sonnige Ägypten (Will Adams: Das Gottesgrab) bin ich wieder im “kalten” Köln bei einem Kölnkrimi gelandet. Peter Meisenbergs Haie lag schon eine geraume Weile auf dem Nachttisch und entführt mich nun in den selbstverständlich absolut fiktiven Kölner Klüngel rund um den Bau einer großen Multifunktionshalle mit Eisstadion für den KEC (Kölner Eishockey Club, Die Haie).

Haie

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Erst seid wenigen Stunden ist der Ermittler Reiß trocken und wird zu einer Leiche im Keller eines Restaurants gerufen. Eigentlich ist bei der Sache alles klar und es sieht ganz nach einem Unfall aus. Doch damit beginnt der ganz persönliche Rachefeldzug des Kriminalbeamten gegen seinen ehemaligen Schulkameraden und nun Immobilienspekulaten Ossendorf. So verändert er kurzerhand die Lage der Leiche, nimmt einen Schlüssel an sich und stellt so die Weichen für die Mordkommission. Zur gleichen Zeit versucht Ossendorf in Köln durch einen großangelegten Deal sich gesund zu stoßen. Die für einen Spottpreis über einen Strohmann aufgekauften Grundstücke sollen nun an die Stadt Köln zum Zwecke des Baus einer Megasporthalle verkauft werden. Allerdings ist hierfür erst noch der Beschluss des Rates über den Bau der Halle erforderlich …

Es handelt sich hierbei nicht um einen Band aus der Kommissar Löhr Reihe von Peter Meisenberg, doch schnell findet man sich in dem Politiksumpf – oder auch Kölner Klüngel – wieder, den man auch aus den anderen Kölnkrimis von Meisenberg her kennt. Die Story ist phasenweise eher zäh und kommt erst zum Ende hin etwas in Fahrt, wobei das Ende sehr überraschend ist und einen Happy End verwöhnten Leser sicherlich eher enttäuschen wird. Die parallelen Handlungsstränge treffen sich elegant am Ende zusammen in ein Spiel der Kölner Haie gegen den EC Mannheim, doch dann geht es auch schon sehr schnell. Doch letzten Endes bleibt dann alles wie es ist, und die Helden für die Gute Seite haben das Nachsehen.

Insgesamt kann der Roman nicht gänzlich mit den Kommissar Löhr Fällen mithalten und ist auch im Gesamten nicht so fesselnd, wie ich erwartet hatte.

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