Wochenschau 2018-34: Klima- und andere Katastrophen

Online Rollenspielrunden

1W100 Random Blog Encounters

Und wieder einmal stelle ich mich einer Frage aus dem Katalog der 1W100 Random Blog Encounters. In diesem Fall hat mir der @RollButler die Frage Nummer 4 zugelost, die leider schon beantwortet ist. Doch gleich die nächste Frage ist noch offen.

Frage 5: Spielst du am Tisch oder über den PC? Worin bestehen für dich die Unterschiede? Was magst du lieber? Streamst du?

Diese Frage ist fast schon einen eigenen Beitrag wert, so umfangreich könnte man darauf eingehen.

Tatsächlich sieht es bei mir so aus, dass ich mittlerweile überschlägig 50 – 55 Stunden pro Jahr online und 2018 dazu noch ca. 39 Stunden auf Conventions am Tisch spiele (respektive leite). Zumindest in diesem Jahr findet wohl keine Rollenspielrunde an meinem heimischen Esstisch statt, was ich allerdings auch irgendwie nicht so wirklich schrecklich vermisse. Damit ist der Schwerpunkt dann eindeutig im Bereich des Online-Spiels über den PC.

Die Frage, wie das denn so ist, hatte mich auf der anRUFung in diesem Jahr auch Ralf Sandfuchs gefragt. Für mich hat das Online-Spiel zunächst einmal eine ganze Reihe an Vorteilen: Die Rüstzeiten, also die Zeit um zum Spielort zu gelangen ist nahezu gleich null, was einen Spieleabend um die An- und Abreisezeiten verkürzt und die Nettospielzeit damit deutlich erhöht. Besonders für Berufstätige ist das eine tolle Sache, denn so kann man auch unter der Woche nach Feierabend noch ein paar Stunden spielen.

Doch wie ist das mit der Immersion? Nun, für mich ist es fast noch immersiver als am klassischen Spieltisch, denn ich habe die Stimmen über den Kopfhörer auf den Ohren und das Kopfkino läuft auf hochtouren, nicht abgelenkt durch optische Einflüsse, die (außer bei Freeform oder LARP) eh selten passen.

Dann wäre da noch der Komfort, denn an meinem PC kann ich es mir so gemütlich und heimelig machen, wie ich das möchte. Als Spielleiter habe ich alles am PC parat und könnte (was ich aber tunlichst vermeide) auch noch schnell etwas recherchieren, ohne dass es die anderen Spieler merken.

Wer dennoch die Gesichter der anderen gerne sehen möchte, kann dies ebenfalls über Google Hangout oder Skype, etc. Auch Roll20 bietet dazu Möglichkeiten, wenngleich nur selten zuverlässig funktionierend. Da mir der Ton wichtiger ist, bin ich bei Discord gelandet. Die Videofunktionalitäten hierbei habe ich noch nicht getestet.

Kann man auch Musik einbetten, wenn man damit Atmosphäre schaffen möchte? Ja, auch dies ist machbar, z.B. über einen individuellen Stream mit dem kostenlosen Tabletop Audio SoundPad.

Und dann wäre da noch die räumliche Unabhängigkeit. Irgendwann kommt immer der Punkt, an dem sich eine Spielgruppe durch Wegzug einzelner Teilnehmer in alle Winde verstreut. Online kein Problem. Tatsächlich hatte ich auch schon Spielrunden, bei denen ein Mitspieler sogar während einer Dienstreise am Abend im Hotelzimmer saß. Offline wäre mindestens dieser Spielabend ausgefallen, aber so konnten wir dennoch weiterspielen.

Mitspieler finden sich für Online-Runden oder Kampagnen auch deutlich schneller als offline. Es gibt meiner Einschätzung nach mehr Gleichgesinnte, die es nicht zu einer regelmäßigen Tischrunde schaffen, als man möglicherweise erwarten würde. Eine mit einer Vorlaufzeit von mindestens fünf Tagen und zu üblichen Spielzeiten (abends oder am Wochenende) angesetzte Runde, habe ich bislang immer noch besetzt bekommen.

Und jain, ich streame, bzw. tue dies nicht. Ich zeichne Online-Spielrunden auf, schneide diese aufwändig und stelle sie dann als Audio-Podcast der Welt zur Verfügung. Vom ursprünglichen Ansatz des Streamings bin ich abgekommen, da mich die Qualität für die Zuschauer nicht überzeugt hat. Dem ist auch nach wie vor so.

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