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Wochenschau 2018-34: Klima- und andere Katastrophen

Die lange Zeit des Herumlungerns (Krankheit, Kur, Conventions und Urlaub) ist nun endgültig vorbei. Jetzt wird wieder das Bruttosozialprodukt gesteigert und die Rentenkasse gefüllt. Und apropos Rente: die aktuelle Renteninformation ist während meines Urlaubs auch eingetroffen. Schön, dass es diesbezüglich bei den Zahlen aufwärts geht – zumindest, wenn man nicht genau auf die Relation des eingezahlten Betrags zur prognostizierten Summe schaut …

Daneben hat sich in den letzten Tagen wieder allerhand ereignet, bzw. sich durch meine Social Media Filderblase gedrückt. Die nerdigsten oder interessantesten Themen sind hier wieder einmal kurz zusammengestellt – ok, es sind diesmal wahrlich doch mehr interessante als rein nerdige Themen.

Meldungen

RIP Kofi Annan

Am vergangenen Wochenende, genauer: am 18. August 2018, ist im Alter von 80 Jahren der ehemalige UN Generalsekretär Kofi Annan verstorben. Für mich hat er trotz seiner tragischen Rolle im Zusammenhang mit den Massenmorden in Ruanda, die er mit seinen Blauhelm Soldaten ohne die Unterstützung der Weltgemeinschaft nicht verhindern konnte, das Bild und die Verständnis für die UN (oder überhaupt eine Weltgemeinschaft) geprägt, wie kein anderer.

Auf Druck der USA zum Generalsekretär gewählt, wurde er dann doch (nicht nur) zu deren gewichtigen diplomatischen und moralischen Gegenpol. Stichworte, die mir zu Kofi Annan einfallen: charismatisch, diplomatisch, weltoffen und philantropisch. Schade, dass seine Nachfolger bislang eher blass erscheinen und das von Annan gesetzte Bild der Rolle der Vereinten Nationen nicht fortführen (können).

Nur wenigen “Politikern” trauere ich nach, Kofi Annan allerdings hat mich geprägt und bleibt mir in Erinnerung.

Argumentationshilfen Klimawandel

In der Zeit wurde ein interessanter Artikel veröffentlicht, der Argumentationshilfen in der Diskussion mit sogenannten Klimawandelskeptikern oder -verleugnern dienen soll. Die wichtigsten und üblichen Behauptungen der Skeptiker versucht man dort mit Argumenten (und gut referenzierten Quellen) zu widerlegen.

Ein insgesamt gut gemeinter und lesenswerter Beitrag, wenngleich ich denke, dass es ein Kampf gegen Windmühlen, bzw. die hartgesottenen Leugner des klimatischen Wandels darstellt und der Beitrag leider seine fachlichen Schwächen hat. Jedoch ist es auch keine Option, den Kopf in den zunehmenden Wüstensand zu stecken. Also ein Lesebefehl von meiner Seite für den Beitrag (und ganz bestimmt nicht für die Kommentare darunter …).

Wenn der Kompass spinnt

Und wenn wir die (von Menschen gemachte) Klimakatastrophe abwehren können, ereilt uns möglicherweise der Polsprung, also das Umschlagen des erdmagnetischen Nord- und Südpols. Einen solchen Tausch hat es in der Erdgeschichte schon oft gegeben, üblicherweise alle 300.000 Jahre. Mit der aktuellen Situation leben wir nun wohl schon weit über 780.000 Jahre, woraus die Wissenschaftler schließen, dass ein neuerlicher Sprung der Pole längst überfällig ist.

Bild: © janeb13 / Pixabay.com

Messtechnisch bewegt sich der magnetische Nordpol auch tatsächlich längst in Richtung Süden mit rund 50 km pro Jahr und zunehmender Geschwindigkeit und liegt damit schon längst nicht mehr unter dem geographischen Nordpol, sondern irgendwo in Alaska.

Die Ursache hierfür ist nicht eindeutig geklärt. Fakt ist allerdings, dass der Erdmagnetismus durch die sich bewegenden Ströme aus flüssigem Eisen im Erdinneren entstehen. Abtauchende und verschiebende Kontinentalplatten führen zu Veränderungen im Strömungsfluss, was aktuell als Auslöser für die Veränderungen im Magnetfeld der Erde angenommen wird.

Wenn die Umkehrung der Pole dann richtig in Gang kommen, geht es wohl schnell, zumindest hat man bei früheren Vorfällen Geschwindigkeiten von bis zu 6° pro Tag ermittelt (und es werden ja bekanntlich nur 180° benötigt um oben und unten zu tauschen, also 30 Tage).

Ein Polsprung ist nicht vom Menschen verursacht, so weit gehen unsere Möglichkeiten dann wohl doch nicht. Auch wird die Umkehrung der Pole – soweit die gute Nachricht – für das Leben auf der Erde nur einen geringeren Einfluss haben, wenngleich der damit einhergehende “kurzzeitige” Verlust des schützenden Magnetfelds für einige Nebeneffekte sorgen wird: größere Ozonlöcher, ge- oder zerstörte Satelliten und sich verirrende Zugvögel.

Die letzten Menschen, die eine kurzfristigen Polumkehr “beobachten” konnten, waren übrigens die Neandertaler …

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