Wochenpost 2019-34: Grönland kaufen

Auf was für ein Niveau begibt sich dieser seltsame amerikanische Präsident eigentlich? Von jedem El Presidente einer Bananenrepublik á la Tropico hätte ich einen solchen Vorschlag erwartet, aber …

Vielleicht ist das die Lösung für einige der brisanten Themen unserer Zeit: Boris Johnson könnte im Zusammenhang mit dem Brexit zur Abwendung des Backstops anbieten, Irland zu kaufen, dann gibt es dort keine harte Grenze.

Salvini – falls der italienische Innenminister sich doch noch nicht komplett ins Aus geschossen hat – kann Syrien und Co. die Insel Lampedusa zum Kauf offerieren, dann könnten die Migranten dort ganz legal anlanden ohne italienischen Boden zu betreten.

Hongkong … ok, das ist keine Insel, das können die Chinesen also nicht kaufen …

Eine Million für kein Bielefeld

Ein ganz anderes Problem hat da wohl die angebliche deutsche Stadt Bielefeld. Um endlich ihre Existenz zu belegen, werden 1 Million Euro für den Gegenbeweis, also für den Beweis ihrer Nicht-Existenz, geboten.

Vielleicht sollte man Bielefeld umbenennen und dem amerikanischen Präsidenten anbieten. Grönland … Bielefeld – wo ist da schon der Unterschied für jemanden, der nicht weiß, was letzte Nacht in Schweden passiert ist. Und wenn dann noch mal jemand behauptet, dass Bielefeld nicht existieren würde, wird Donald J. Trumps Pressesprecher(in) mit diesen Fake-News schon aufräumen.

So, aber nun zu etwas gänzlich anderem …

NiederrheinCon Nachlese

Am letzten Wochenende fand in niederrheinischen Wesel die erste Niederrhein Con statt. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Convention aus dem Nichts geschaffen und lockte sogleich knapp 500 Besucher an, die dann auch gleich über 100 Spielrunden absolvierten. Daneben gab es auch noch einen Brettspiele Verleih, durch den auch noch weitere Spielrunden realisiert wurden und einen stattlichen Ausstellerbereich auf dem sich Verlage wie der Uhrwerk Verlag, System Matters, Redaktion Phantastik, Truant Spiele, die 100 Questen Gesellschaft und viele mehr zusammen mit Händlern, Autoren und Künstlern präsentierten.

Der Veranstalter Markus Pomorin brachte mit seinem Team viele neue Aspekte und Ideen in die Convention und meisterte die Bewährungsprobe so erfolgreich, dass sich für das kommende Jahr bereits zahlreiche weitere Aussteller angemeldet haben.

Mit den Erkenntnissen dieser ersten Runde und der deutlich längeren Vorbereitungszeit dürften im kommenden Jahr, vom 21. bis 23. August 2020, dann auch das ein oder andere Manko beseitigt werden.

Insgesamt also ein Erfolg und eine vielversprechende weitere Convention auf dem Markt, die zudem nicht nur Rollenspieler und Tabletop-Freunde adressiert, sondern auch gezielt auf Brettspieler zugeht.

Cthulhu für DSA

Eine Meldung aus der letzten Woche muss ich noch nachliefern. Bei Ulysses wurde ein Crowdfunding für eine cthuloide Erweiterung für das Rollenspielsystem das Schwarze Auge (DSA) gestartet. Mein erster Gedanke dabei pendelte zwischen “Dinge, die die Welt nicht braucht” und “mit Cthulhu verkauft sich alles”.

Betrachtet man sich die Zahl der Vorbesteller und die bereits zustande gekommene Summe, so schlägt das Pendel auf jeden Fall in Richtung des zweiten Gedankens aus. Vor nicht allzu langer Zeit wurde erst der deutschsprachige Cthulhu Mythos für Dungeons & Dragons sehr erfolgreich durchs Crowdfunding gebracht.

Wer nun also den Cthulhu Mythos auch auf Aventurien loslassen möchte, sollte sich bei diesem Projekt beteiligen.

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