Wochenpost 2019-34: Grönland kaufen

Medienschau

Melanie Raabe: Der Abgrund (Hörbuch/Podcast)

Der Hörverlag hat einen zehnteiligen Podcast mit dem Titel Der Abgrund produziert. Es handelt sich dabei um die Hörspielfassung eines speziell für diesen Format geschaffenen Thriller aus der Feder von Melanie Raabe. Der Podcast ist eine Werbeaktion für den Verlag und soll primär auf das reichhaltige Angebot an Hörbüchern und Co. hinweisen, ist auch auch gleichzeitig wohl der Auftakt zur Hörverlag Serials Reihe.

In insgesamt rund 2,5 Stunden wird in dem Serial die Geschichte einer Gruppe von Endzwanzigern erzählt, die sich einige Zeit nach dem Abitur wieder treffen und gemeinsam ein Wochenende “auf der Insel” verbringen, auf der Insel, auf der sie aufgewachsen sind. Doch – sonst wäre es ja kein Thriller – ein düsteres Geheimnis verfolgt und umgibt sie.

Ursprünglich sind je zwei Episoden pro Woche erschienen und mittlerweile sind alle Folgen online verfügbar, sodass man sich das Hörspiel vollständig und ohne Wartepausen anhören kann. Die Produktion ist gut, wenngleich mir die etwas schräge Musik und doch sehr rasanten/dichten Gespräche nicht ganz so gefallen haben. Die Sprecherinnen und Sprecher sind sehr gut, die Story ist robust und natürlich endet jede Episode mit einem Cliffhanger.

Stranger Things (Netflix Staffel 1-3)

Die Veröffentlichung der dritten Staffel von Stranger Things (und mein in diesem Jahr abgeschlossene Netflix Abo) hat mich dann doch einmal veranlasst im Rahmen eines Binge Watchings die kompletten Folgen der Serie durchzuschauen. Die ersten beiden Episoden hatte ich dabei schon vor geraumer Zeit gesehen, doch so recht überzeugen konnten sie mich zunächst nicht.

Dann war alles anders. Die erste Staffel hat gut an Fahrt aufgenommen und schließlich überzeugt. Mit den Kids der Serie noch einmal durch die 80er Jahre zu reisen und ein spannendes Abenteuer zu erleben, das war nach meinem Geschmack.

Enttäuschend fand ich dann allerdings die zweite und vor allem dritte Staffel. War die zweite Staffel zumindest noch bezogen auf die ersten Folgen aus einem Guss, drifteten die aktuellen Episoden in einen beliebigen Teenie-C-Movie ab. Die 80er Jahre, die in den ersten beiden Staffeln nicht mehr als eine beiläufige Begebenheit waren, wurden nun als solche prägnant (und völlig unnötig) in Szene gesetzt. Die Protagonisten inflationierten so weit, dass parallel drei Handlungsstränge bedient wurden, bei denen ich mich dann zumindest irgendwann nur noch wundern konnte – ebenso wie über (Achtung, Spoiler!) Russen, die tief unter der amerikanischen Kleinstadt Hawkins ein Labor betreiben.

Also das Übliche: Staffel 1 ist empfehlenswert, Staffel 2 kann man sich geben und Staffel 3 ist ganz übel.

Eine vierte Staffel wird vermutlich 2020 produziert werden. Die Herausforderung, sich mit “alternden” Kindern als Schauspielern auseinandersetzen zu müssen, was schon in Staffel 3 nicht glücklich gelaufen ist, dürfte dann noch einmal deutlicher werden. Schließlich sind die “Kinder” dann schon mindestens fünf Jahre älter als in der ersten Staffel und damit längst keine Kinder mehr.

A Toy Story (Toy Story 4/Kinofilm)

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Toy Story war ein bahnbrechender Film, als er 1995 ins Kino kam. Nachdem nun 24 Jahre später (Wow!) der vierte Teil von nun Disney und Pixar mit dem unsinnigen deutschen Titel “A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando” ins Kino gekommen ist, habe ich mir die Nostalgie noch einmal gegönnt und primär über die damals noch sehr bescheiden animierten Menschen geschmunzelt.

Den aktuellen Film habe ich dann mit meinem Sohn im Kino gesehen, für den die Abenteuer der Spielzeugfiguren rund um Woody natürlich ein besonderes Erlebnis waren.

Woody und Co. sind längst nicht mehr Andys Spielzeug, sondern sind an eine weitere Generation gegangen und bereiten einem neuen Kind Trost und Freude, wenngleich das Kind am ersten Tag der Schule lieber ein eigenes Spielzeug, Forky, aus Abfall bastelt, dem erst noch beigebracht werden muss, dass es ein Spielzeug und kein Abfall mehr ist.

Die Cowboy Puppe Woody, die wieder einmal für ein neues Spielzeug zurückgesetzt wird, hat viel Mühe mit Forky, bekommt aber auch ein großes Wiedersehen mit einer Freundin, die vor vielen Jahren in ein anderes Kinderzimmer gelangt ist.

Insgesamt ist Toy Story 4 solide und reiht sich gut in die bisherigen Filme ein und trotzt dem allgemeinen Trend, dass dritte und vierte Fortsetzungen schlecht bis sehr schlecht sind.

Dem Kleinen hat es gefallen und ich bin derweil nicht im Kino eingeschlafen. Also: wer animierte Spielzeugfiguren mag, kommt bei Toy Story 4 auf seine Kosten.

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