RPG-Blog-O-Quest Mai 2018: Dafür liebe ich meine (Mit-)Spieler!

Lesezeit etwa 6 Minuten

Der Mai ist gekommen und jenseits meiner Erkenntnis, dass Beiträge zu Fragenkatalogen wie auch die RPG-Blog-O-Quest eher in stetig vernachlässigbarer Anzahl gelesen werden, folgt hier mein Beitrag zur Quest in diesem Monat.

Die Fragen in diesem Monat stammen von Blechpirat und behandeln das Thema der lieben (Mit-)Spieler. Es sind dabei ausgesprochen gut gewählte Fragen, deren Beantwortung mir diesmal besondere Freude bereitet hat.

RPG-Blog-O-Quest

Wie gehabt sind die vorgegebenen Fragen durch Fettschrift hervorgehoben. Alles andere, also die Antworten, stammt von mir:

  1. Man hat ja oft eine Vorstellung davon, wie eine Szene ablaufen könnte. Spieler sind legendär dafür, oft völlig unerwartete Wege zu finden. Was war für dich die tollste Abweichung?
    Auf einer Con-Runde, das war vor einigen Jahren auf der RatCon, also diese noch in Unna stattfand, da hatte ich eine Cthulhu Runde angeboten. Im Abenteuer übernachteten die (damals noch) Charaktere in einem Haus von dem aus gelegen zur Rechten eine kleine Ansiedlung von weiteren Farmen lag, zur Linken hingegen nur ein etwas einsam liegendes Haus. In meinem Kopf hatte ich den ganzen Nachmittag schon überall Werbetafeln mit Blinklichtern und dicken Pfeilen nach links aufgestellt: “DA müsst ihr hin!”, doch penetrant ermittelten die Spieler weiter im Ort, hatten es sich mittlerweile mit allen Bewohnern verscherzt …
    Aber auch meine vermaledeite Gangster Runde hatte diverse Episoden, in denen die Spieler lieber einem spontan eingebauten NSC hinterhergerannt sind, bzw. ein Gemetzel anzurichten, als die eigentliche Handlung voranzutreiben.
  2. Huch, grober Fehler: Regel falsch angewendet, keine Idee, wie es weitergeht, Blackout, Liebeskummer – wie hat dein (Mit-)Spieler die Situation gerettet?
    In den meisten Fällen wurde sowas einfach durch große Toleranz überstanden. Jeder Spieler weiß um die Komplexität der Regeln und kennt auch selber schon mal schlechte Tage. Besonders die älteren und erfahreneren Spieler stecken das problemlos weg und akzeptieren das Wort des Spielleiters als “Gesetz”, bzw. wenn es ihnen auffällt, dann kommt der entsprechende dezente Hinweis, dass da etwas nicht richtig ist, bevor der Schaden da ist. Kniffliger ist es, wenn man dann schon mal eine Passage vergessen hat zu spielen, oder falsch dargestellt hat, weil man als Spielleiter zu schusselig oder einfach auch nur übernächtigt war. Aber auch hier, wenn es nicht gelingt dies durch einen gekonnten Kniff zu umschiffen, hat Offenheit immer dazu geführt, dass es von allen akzeptiert wurde.
  3. Ganz abstrakt: Wer sitzt an deinem Tisch? Taktiker oder Dramaqueen, Rechtsanwältin oder Grafikdesigner, Vater oder Tochter – keine Namen sondern Typen.
    Aktuell – zumindest was die feste Gruppe betrifft – sind es überraschenderweise wohl alles männliche ITler, die Spaß am Erzählspiel (und nicht auf Würfelorgien) haben, alles Väter oder Österreicher ;-)
  4. Auch abseits des Spieltisches sind Spieler Menschen und oft auch Freunde. Was hat dich im echten Leben am meisten an den Mitspielern beeindruckt?
    Die Freundlichkeit, Offenheit, das künstlerische Talent … Man kommt doch schnell in Kontakt und nur selten gibt es harsche Diskussionen, wenn man die Frage um “das beste System” vermeidet.
  5. Welche Aktion deiner (Mit-)Spieler am Tisch ist für dich die großartigste, unvergesslichste, bereicherndste, albernste, unerwarteste gewesen, die du je erlebt hast?
    An dieser Stelle ein Ereignis herauszugreifen und dies als Superlativ darzustellen, ginge mir zu weit, bzw. wäre mir schlichtweg nicht möglich. Es sind immer wieder tolle Momente dabei, ansonsten würde ich dieses Hobby nicht mehr betreiben. Mich fasziniert aber immer, wenn die Spieler mit einer Einstellung dabei sind, dass sie das Spiel gestalten wollen, oder leben. Die schönsten Augenblicke sind dabei immer die, wenn ich mich als Spielleiter dabei entdecke, wie ich mich ganz entspannt zurücklehne und das Spiel einfach ohne mein weiteres Zutun läuft. Die Spieler unterhalten sich in ihren Rollen, folgen einer ausgelegten roten Linie und haben ganz klar Spaß am Spiel … das ist wie Kino, nur besser.
    Natürlich sind da auch die Gelegenheiten, bei denen ein Spieler mit einer Kniff um die Ecke kommt, den ich nicht erwartet habe. Zuletzt war mir dies bei meinem Spiel mit den Kindergartenkindern passiert, als ich im Abenteuer einen kleinen Kampf eingeplant hatte und die kleinen Helden dann den Schurken mit einer List überwanden. Alles fein und da soll mir noch mal einer mit Railroading kommen …

1W100 Random Blog Encounters

Und damit es nicht zu wenig Antworten sind, streue ich auch noch eine Antwort aus dem Katalog der 1W100 Random Blog Encounters bei, damit ich auch diese “Challenge” bis zum Jahresende abgeschlossen habe. Mein Online Würfel Tool @RollButler hat zuverlässig eine Frage für mich ermittelt. Wenn meine Zählung stimmt, dann ist dies nun die 39. Antwort, die ich in diesem Zusammenhang gebe, damit bin ich immer noch einen knappen Monat vor Plan.

Frage 84: Betreibst du auch einen anderen Blog? Worum geht es da? Würdest du einen anderen Blog betreiben wollen?

Nein und vielleicht.

Ich habe nur diesen einen Blog, der – zugegebenerweise – ein Gemischtwarenladen an Beiträgen darstellt. Der Fokus in den vergangenen Jahren liegt verstärkt auf Beiträgen rund um das Hobby Rollenspiel. Ältere Beiträge haben einen anderen Fokus und ich bin immer bemüht das hier nicht zu einseitig werden zu lassen. Natürlich könnte ich auch zu jedem Thema einen eigenen Blog aufstellen und betreiben, aber das ist mir schlichtweg zu aufwändig. Die meisten Nutzer kommen eh über die Suchmaschinen auf meine Seiten, finden den Beitrag, der zu ihrem Suchergebnis passt, verbleiben manchmal auch für ein paar mehr Seitenansichten und gehen dann wieder. Nur sehr wenige sehen sich die Startseite an um sich weiter über diesen Blog zu informieren, viele hingegen nutzen die dargebotenen Links zu “ähnlichen” Beiträgen.

Das schließt allerdings nicht aus, dass ich – wenn ich einmal eine tolle Idee habe – einen weiteren, separaten Blog aufsetze.

Eine andere Webseite habe ich allerdings schon im Portfolio, den @RollButler, eine Online Würfel Lösung, aber das ist vermutlich mittlerweile auch schon längst bekannt.

Wie der RPG-Blog-O-Quest funktioniert?

Und für die, die den monatlichen RPG-Blog-O-Quest immer noch nicht kennen, ist hier auch noch einmal die Erläuterung zu der monatlichen Aktion zusammengefasst:

  • An jedem Monatsersten stellen unterschiedliche Blogs, organisiert über das Forum auf RSP-Blogs, dem Rollenspielvolk fünf +1B Fragen (in der Regel in Form von Lückentexten), um deren Beantwortung auf Blogs, in Podcasts, in Vlogs oder in Foren gebeten wird.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema um den sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung der Links freuen sich die Ausrichter.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.

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