RPG-Blog-O-Quest

RPG-Blog-O-Quest November 2020: Gegensätze

Gegensätze ziehen sich an und im Gegensatz zum Oktober, bin ich im November mit den Antworten zur RPG-Blog-O-Quest einmal früh dran.

Von Esther, bzw. Timberwere kommen diesmal die Fragen zur RPG-Blog-O-Quest und das übergeordnete Stichwort dazu ist „Gegensätze“ – Gegensätze im Rollenspiel. Wie üblich gibt es fünf Fragen(-komplexe) rund um Regelsysteme, Charaktere und Spielweisen an deren Beantwortung ich mich wieder einmal herantraue.

Fragen und Antworten

Die eigentlich vorgegebenen Fragen habe ich wie üblich in meinen Beiträgen zur RPG-Blog-O-Quest fett markiert, aber ggf. etwas angepasst. Meine Antworten befinden sich dann unmittelbar darunter.

  1. Was sind die gegensätzlichsten Regelsysteme, die du bisher gespielt oder geleitet hast?
    Gleich bei dieser ersten Frage bin ich ein wenig überfordert. Was sind gegensätzliche Regelsysteme? Unterschiedlich – ja, damit kann ich etwas anfangen, aber gegensätzlich?
    Die meisten Regelsysteme arbeiten mit Würfeln. Da könnte man Über- bzw. Unterwürfeln als Gegensatz betrachten, aber …
    Klar, es gibt erfolgsorientierte (Würfel-)mechanismen (blöder Begriff) und eher erzählorientierte Regelsysteme. Ich neige bekanntlich eher zu letzterem, wenngleich die meisten Systeme, die ich spiele, vom Regelwerk her eher den erfolgsorientierten Ansatz wählen.
    Ich tu mich also etwas schwer mit einer richtigen Antwort, wenn es hier um das Benennen wirklich konträrer Regelsysteme geht.
  2. Als Spieler: Spielst du üblicherweise eher gegensätzliche Charaktere oder ähneln sie sich meistens?
    Ich gebe mir größte Mühe in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, nehme bei vorgegebenen Charakteren auch gerne einfach einmal, was da nach der Wahl der Mitspieler so übrig bleibt, entdecke dann aber auf Dauer immer wieder, dass sich die Figuren im Spiel dann doch alle irgendwie ähneln. Nicht umsonst bezeichne ich mich als schlechten (Rollen-)Spieler.
    Als Spielleiter: Welche Methoden wendest du an, um gegensätzliche NSCs darzustellen?
    Dies fällt mir erstaunlicherweise deutlich leichter, wenngleich sich auch hier immer wieder ein paar Stereotypen herauskristallisieren. Ich habe nicht selten, auch wenn ganz spontan ein NSC benötigt wird, irgendein Bild vor Augen. Das Bild einer Person und dann (Gelobt seien die Vorurteile!) ergibt sich auch schnell ein „Charakter“, den ich spielen kann.
    Auf diese Weise ergeben sich dann auch unterschiedliche und teilweise gegensätzliche NSC, wenngleich ich auch hier das „gegensätzlich“ nicht gezielt anstrebe.
  3. Kommt es in deinen Gruppen häufiger zu Gegensätzen zwischen den SCs (Stichwort: gegensätzliche Interessen der Charaktere, Streit und Konflikte zwischen den Charakteren etc.) und wie gehst du damit um?
    Häufig würde ich das nicht nennen. Ich denke, in den meisten Runden geht es eher homogen zu. Dennoch, wenn z. B. vorgefertigte Charaktere mit einem plotrelevanten Hintergrund aufeinander treffen, wird es oft spannend und deutlich interessanter.
    Von daher forciere ich das sogar eher und implementiere in eigenen Abenteuern gerne solche Vorlagen in den Charakteren.
  4. Wie bringst du in deinen Gruppen Gegensätze am Spieltisch (Stichwort: gegensätzliche Spielvorlieben, auffällige vs. unauffällige Spieler etc.) unter einen Hut?
    Konkretes Anspielen.
    Ich spreche oder spiele nach Möglichkeit alle Spieler immer wieder gezielt an, sodass auch des stillste Spieler am Tisch sein Spotlight bekommt. In vielen Runden habe ich aber mittlerweile bemerkt, dass meine Spieler das auch schon selber übernommen haben und damit Mitspieler von sich aus wieder durch gezieltes Anspielen in die Handlung bringen.
    Das Anspielen erfolgt dabei auf einer Meta-Ebene, bei der ich schlichtweg frage, was denn der jeweilige Charakter gerade mach, oder in Form von NSC – so es sich ergibt –, die die Figur ansprechen. Manchmal ist ein NSC vielleicht eher dem stillen Charakter gegenüber zugeneigt, als dem eigentlichen Wortführer …
  5. Hast du schon einmal dasselbe Abenteuer zum zweiten Mal gespielt bzw. geleitet oder in unterschiedlichen Abenteuern ähnliche Situationen erlebt, die dann jeweils komplett gegensätzlich abgelaufen sind? Und wenn ja, wie ist es gelaufen?
    Oft genug. Normalerweise bereite ich ein paar Abenteuer vor, die ich über die Consaison mehrfach leite. Ich bin faul und so habe ich einmal den Aufwand der Vorbereitung und mehrfach den Spaß, eben weil es jedes Mal anders verläuft.
    Eigene Abenteuer leite ich dabei sogar noch häufiger. Es ist also nicht selten, dass ich ein selbstgeschriebenes Abenteuer fünf mal oder häufiger leite, bevor ich es für eine Publikation einreiche. Teilweise lege ich es dann auch noch darauf an, dass das Abenteuer sich in eine andere Richtung entwickelt, aber in den meisten Fällen geht das von ganz alleine.
    Ich habe dabei aber auch schon Fälle gehabt, in denen ein Abenteuer perfekt gelaufen ist und die Gruppe unheimlich viel Spaß hatte … das gleiche Abenteuer bei einer anderen Gruppe allerdings überhaupt nicht funktioniert hat. Woran das gelegen hat? Ich weiß es nicht. Im Zweifelsfalle an mir.

Wie der RPG-Blog-O-Quest funktioniert?

Und für die, die den monatlichen RPG-Blog-O-Quest auch nach nunmehr 50 Ausgaben immer noch nicht kennen, ist hier auch noch einmal die Erläuterung zu der monatlichen Aktion zusammengefasst:

  • An jedem Monatsersten stellen unterschiedliche Blogs, organisiert über das Forum auf RSP-Blogs, dem Rollenspielvolk fünf (und gelegentlich auch eine Bonus-) Fragen oder Lückentexte, um deren Beantwortung auf Blogs, in Podcasts, in Vlogs oder in Foren gebeten wird.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema um den sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung der Links freuen sich die Ausrichter.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.

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