Dominion Spiel des Jahres 2009

Dominion

Sehr überrascht hat mich die Wahl zum Spiel des Jahres für das Kartenspiel Dominion. Wirklich neu ist die Spielidee nicht, denn es lehnt sich an bekannte Sammelkartenspiele an, bei denen jeder Spieler einen eigenen Kartenstapel (ein Deck) mit verschiedenen Aktionskarten zur Verfügung hat und mit diesem das Spiel bestreitet. Der Unterschied steckt ein wenig im Detail.

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Bei Dominion kommen drei verschiedene Kartenarten zum Einsatz: Geld-, Punkte- und Aktionskarten. Mit Geldkarten (Kupfer, Silber und Gold) können zu den anfänglichen 10 Karten im Deck weitere Karten hinzugekauft werden. Am Spielende zählen nur die Punktekarten (Provinz, Anwesen, Herzogtum, Garten und Adelige). Die Aktionskarten bringen dann Bewegung in das Spiel, denn mit diesen können zu den 5 Karten auf der Hand weitere hinzugenommen, zusätzliche Geldpunkte eingebracht oder weitere Aktionen ausgeführt werden.

Im Spiel arbeitet jeder Spieler mit einem eigenen Kartenstapel, wobei die Karten von einem Nachziehstapel über den Handkartensatz zum Ablagestapel wandern. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel gemischt und steht als neuer Nachziehstapel zur Verfügung. Durch einzelne Aktionskarten können jedoch auch Karten aus diesem Kreislauf entfernt werden und entweder auf den “Müll” oder den Stapel des Gegners gelangen.

Ziel des Spieles ist dabei möglichst viele Punkte über Punktekarten zu sammeln, die aber (bis auf den Adeligen) ansonsten im Spiel eher hinderlich sind. Hat man eine Punktekarte auf der Hand, so ist diese in der Regel nicht nutzbar und belegt somit einen Platz, der besser durch eine Aktions- oder Geldkarte belegt wäre. Durch beispielsweise die Aktionskarte “Keller” kann man die störenden Punktekarten jedoch aus der Hand auf den Ablagestapel bringen und sich neue Karten vom Nachziehstapel ziehen – vorausgesetzt natürlich, dass man die Aktionskarte “Keller” auch auf der Hand hat.

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Die Jaegers.Net Bewertung:

  • Spielausstattung: Es handelt sich um ein Spiel, welches nur aus Karten besteht. Die Karten werden in der Spielschachtel schön sortiert untergebracht.
  • Spielidee: Die Grundidee für dieses Spiel ist nicht wirklich neu. Der Ansatz über Geldkarten hin zu Punktekarten, die dazu während des Spieles hinderlich sind, ist jedoch sehr gut.
  • Abwechslungsreichtum: Mittlerweile steht ein zweites Deck “Die Intrige” zur Verfügung, welches autark spielbar ist oder mit der ersten Edition zusammen spielbar ist. Insgesamt ist das Spiel auch in der Grundausstattung schon sehr abwechslungsreich.
  • Komplexität der Spielregeln: Die Spielregeln sind einfach und nach einigen wenigen Runden hat man auch die Effekte und Bedeutung der Aktionskarten durchschaut.

Insgesamt also durchaus eine Kaufempfehlung für Dominion oder Dominion, die Intrige.

Dominion im Netz

Für kleines Geld können beim Verlag Hans im Glück Erweiterungskarten bestellt werden.

Weitere Karten sind über den Verlag Nostheide im Spielbox Magazin erhältlich.

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