Würfel

Bild: © ejaugsburg / Pixabay (modifiziert)

Würfelwahrscheinlichkeiten bei Shadowrun

Shadowrun nutzt einen Würfelpool von sechsseitigen Würfeln (W6). Die erforderliche Anzahl ergibt sich in der Regel aus einem Attributs und einem Fertigkeitswert. Als Erfolge zählen Würfelergebnisse von fünf oder sechs Augen womit die Grunderfolgswahrscheinlichkeit eines einzelnen Würfels bei einem Drittel (33%) liegt. Um eine Probe erfolgreich zu absolvieren ist nun ein Schwellenwert zu erreichen, bzw. zu überbieten. Die Schwellenwerte reichen von einem Erfolg (Leicht) über Schwierig (vier Erfolge) bis zu Extrem Schwierig (acht oder mehr Erfolge). Ein ähnliches Szenario wurde weiter oben bereits bei Arkham Horror diskutiert.

Ergänzt wird das Würfelsystem nun um die beliebten Patzer: Würfelt der Spieler auf mehr als die Hälfte seiner eingesetzten Würfel eine eins, so handelt es sich bei der Probe um einen Patzer, es geschieht also ein Mißgeschick. Es kann dabei allerdings vorkommen, dass die Probe gelingt und zusätzlich ein Patzer geworfen wurde. Dies ist zum Beispiel bei einem Einsatz von drei Würfeln möglich, wenn der Schwellwert 1, also ein Erfolg erreicht oder überschritten werden muss und das Würfelergebnis 6, 1, 1 ist. Der Erfolg ist durch die Sechs gegeben, doch Einsen sind auf mehr als der Hälfte der Würfel zu sehen.

Verschärft wird der Patzer in dem Fall, wenn nicht einmal ein einziger Erfolg geworfen wurde, also lediglich mehr als die Hälfte der Würfel eine eins zeigen und ansonsten alle Werte kleiner als fünf sind.

© Michael Jaegers / Jaegers.Net
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Die Grafik zeigt die Erfolgsaussichten je nach Würfelanzahl und Schwellwert. Interessant ist die Sonderregel bei Shadowrun nach der anstelle des Würfelns ein Erfolg auch gekauft werden kann. Dabei wird ohne zu Würfeln für je vier volle Würfel ein Erfolg gutgeschrieben. Um einen Schwellwert von 1 zu schaffen sind demnach mindestens vier Würfel erforderlich, für den Schwellwert 2 entsprechend acht Würfel. Tatsächlich ist diese Option für den Spieler sehr gut und sollte immer gewählt werden, denn tatsächlich ist die Erfolgschance bei vier Würfeln und dem Schwellwert 1 nur ca. 80%. (80,5% bei 8 Würfeln und Schwellwert 2, 83,4% bei 16 Würfeln und Schwellwert 4, 86,2% bei Schwellwert 6 und 24 Würfeln sowie 88,5% bei Schwellwert 8 und 32 Würfeln.)

Die Wahrscheinlichkeit für einen Patzer liegt unter 17%. Die Werte für den Patzer springen durch die ungeraden Zahlen, eine ungerade Zahl an Würfeln bedeutet eine nicht unerheblich größere Chance einen Patzer zu werfen. Tatsächlich sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Patzer erst ab dem Einsatz von 10 Würfeln für eine Probe unter 1%.

Ein kritischer Patzer stellt noch einmal eine Steigerung dar. Hierbei handelt es sich nur um einen gewöhnlichen Patzer, sondern ergänzend wurde auch nicht einmal ein einziger Erfolg erzielt. Ab drei eingesetzten Würfeln ist die Wahrscheinlichkeit für einen kritischen Patzer etwas halb so hoch wie die für einen gewöhnlichen Patzer.

© Michael Jaegers / Jaegers.Net
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Wie bereits erwähnt, kann eine Probe gelingen und dennoch ein Patzer erzielt werden. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist in der folgenden Grafik dargestellt.

© Michael Jaegers / Jaegers.Net
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Überraschenderweise tritt eine solche Situation mit 2-5% bei einem Schwellwert von 1-2 und weniger als acht eingesetzten Würfeln doch “recht häufig” auf. Ab 10 eingesetzten Würfeln ist die Wahrscheinlichkeit unter 1% unabhängig von sonstigen Rahmenbedingungen.

Eine weitere Besonderheit bei Shadowrun sind die sogenannten Limits. Hier wird die maximale Anzahl an Erfolgen durch einen weiteren Faktor begrenzt. Hinsichtlich der Probenerfolgswahrscheinlichkeit ändert dies jedoch nichts, sofern das Limit größer als die Erfolgsschwelle ist. Die Begrenzung hat in dem Fall nur einen Effekt auf die Nettoerfolge, also die Erfolgswerte, die über die Erfolgsschwelle hinaus gehen.

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