Life is Strange – ein packender Thriller

Nun ist es schon wieder ein paar Tage her, seit dem letzten Blog Eintrag. Schuld daran ist unter anderem ein Computerspiel, dass mich doch arg gefesselt hatte: Life is Strange.

Es musste erst der neue PC her um in den vollständigen Genuss dieses Spiels zu kommen, das schon seit einem Jahr auf meiner Festplatte sein Dasein fristete. Auch wenn es sich bei Life is Strange nicht um einen ressourcenhungrigen Ego-Shooter handelt, so stellte die Grafik dann doch mehr Ansprüche an meinen Laptop, als er bedienen konnte.

Life is Strange - Limited Edition - [PC]
In Life is Strange schlüpft der Spieler in die Rolle der 18jährigen Max Caulfield, die vor Kurzem in ihren Heimatort Arcadia Bay zurückgekehrt ist um dort an der örtlichen Schule einen Fotografiekurs zu belegen. Die Fotografie ist ihr großes Hobby und auch ihr Berufswunsch, so dass dieses Thema im Verlauf des Spiels auch immer wieder zum Tragen kommt.

Max kommt zu Beginn aus einem Tagtraum im Fotokurs wieder zu sich und stellt auf einmal fest, dass sie eine besondere Gabe hat: Max kann die Zeit zurückdrehen. Mit dieser Fähigkeit gelingt es ihr nicht nur die richtigen Antworten auf die Fragen ihrer Lehrer zu geben, sondern auch gleich noch einen bewaffneten Angriff auf ein anderes Mädchen zu vereiteln, das sich als ihre langjährige Jugendfreundin Chloe herausstellt.

Was sich so noch nach einem langweiligen Setting für Teenies anhört, entwickelt sich schon bald zu einem knallharten Psychothriller. Überall in Arcadia Bay findet man Steckbriefe mit denen nach einer weiteren Mitschülerin, Rachel Amber, gesucht wird, die seit einigen Wochen vermisst wird. Mit ihrer neuen Gabe schlittert Max rasch in merkwürdige Vorgänge in Arcadia Bay, die wohl mit dem Verschwinden von Rachel in Zusammenhang stehen und jeder Charakter bringt Verdachtsmomente mit sich.

Das Spiel erinnert zunächst an ein Point&Click Adventure in Ego Perspektive, doch bietet weitaus mehr. Insbesondere durch die Möglichkeit in der Zeit zurückzureisen und so Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen noch einmal zu tätigen, gewinnt das Spiel an besonderer Tiefe. Alle Entscheidungen haben Einfluss auf die weitere Entwicklung, bzw. den Verlauf des Spiels. Doch schon bald wird Max feststellen müssen, dass einige der merkwürdigen Vorfälle in Arcadia Bay wohl auch mit ihren Zeitmanipulationen im Zusammenhang stehen, vor allem, als Max die Zeit in Life is Strange nicht nur für wenige Sekunden oder Minuten zurückdreht, sondern gar ganze Jahre in die Vergangenheit reist.

Life is Strange ist in fünf Episoden aufgeteilt worden, die alle jeweils mit einem spannenden Cliffhanger enden. In dem Moment, in dem man als Spieler meint, das Rätsel gelöst zu haben, kommt es zu einer überraschenden, aber nachvollziehbaren Wendung.

Das Spiel hat einen massiven Tiefgang und ist bei Weitem nicht einfach nur ein Highscool Adventure. Als Spieler wird man in der Rolle von Max Caulfield mit einer selbstmordgefährdeten Mitschülerin konfrontiert, muss sich im Rahmen der Handlung für oder gegen die Sterbehilfe entscheiden und letztlich auch zwischen der Rettung einer einzelnen, liebgewonnenen Person oder einer ganzen Reihe an Menschen befassen – keine leichte Kost und hinterlässt garantiert einen nachdenklichen Spieler!

Das Spiel Life is Strange ist für alle gängigen Computersysteme (PC, PS4, XBOX One) verfügbar (z.B. bei Amazon ) und hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren. Es lässt sich mit Tastatur und Maus, komfortabler allerdings mit einem Controller (wie z.B. für Steam bei Amazon ) spielen. [Nur das “Scharfstellen” von Fotos ist mit dem Controller schlecht gelöst worden, mit der Tastatur (Tasten A und D sowie den beiden Maustasten) ist dies dann jedoch leicht zu bewerkstelligen.]

Besonders gefreut hat mich die Hommage an den Monty Python Sketch Ministery of Silly Walks, den man in Form einer Skulpturenreihe in der Fotoausstellung finden kann. Square Enix, you made my day!

Fazit zu Life is Strange

Daumenwertung 4 von 4
4 von 4
Zeitsprüngen

Der Thriller mit Mysteryelementen ist grafisch ansprechend umgesetzt und auch atmosphärisch perfekt getroffen. Die Stimmung ist selten heiter, aber stets fesselnd. Die Zeitreisem beinhalten zwar ein paar Ungereimtheiten und die letzte Episode gerät spieltechnisch ein wenig aus den Fugen, aber insgesamt ein absolut empfehlenswertes Spiel, das 15-20 Stunden Spielzeit mit sich bringt, durch verschiedene Lösungs- und Spielwege jedoch auch noch einige weitere Runden erlaubt. Angenehm ist auch für Gelegenheitsspieler die Tatsache, dass das Spiel an nahezu jeder Stelle unterbrochen werden kann und ein Ausscheiden durch tot der Protagonistin nicht vorgesehen ist.

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