Michelangelo

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Gedanken zur Taufe – Gott und ich

Mein Verhältnis zur Kirche ist immer noch nicht final entschieden1). Ich beobachte mit Argusaugen, aber dennoch interessiert, was denn da so alles passiert. Fleißig zahle ich jeden Monat meine Schuld an den Klerus und rede mir immer wieder ein, dass damit ja etwas Gutes getan wird. Meine bessere Hälfte war da eines Tages etwas konsequenter und hat aus wirtschaftlichen Gründen den Austritt aus dem Verein vollzogen. Dennoch haben wir auch kirchlich geheiratet und für mein Geld habe ich auch eine wirklich schöne … weiterlesen…

Michelangelo

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Den Gottesdienst schwänzen – Gott und ich

Mein Verhältnis zur Religion ist gespalten. Ich habe meinen katholischen Grundwehrdienst an einem von einem Orden geführten Gymnasium abgeleistet und erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Die Patres (Ordensbrüder) waren sehr weltoffen und bei Weitem nicht so streng und versteinert in ihrem Glauben, wie es zu der Zeit gemeinhin gerne kolportiert wurde. Rückblickend war ich auch zu diesen Zeiten schon skeptisch und zweifelnd, aber auch unschlüssig. Ich habe freiwillig im wöchentlichen Schulgottesdienst als Messdiener agiert oder auch die Lesung vorgenommen. Ehrlich gesagt, waren dies Aktivitäten, die den Gottesdienst für mich interessanter und abwechslungsreicher gestaltet haben – ein Überzeugungstäter war ich ganz sicherlich nicht.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch das ein oder andere Mal den Gottesdienst geschwänzt. Wir Jungs sind auf dem Weg in die Kapelle kurz vorher noch einmal auf die nahe gelegene Toilette unterhalb der Kapelle gegangen, um dann ganz klassisch durch ein Fenster auszubüxen. Die Geschichte mit dem Fenster und durch den Klostergarten war mir ehrlich gesagt viel zu kompliziert, so dass ich dann lieber den direkten Weg an der Kapelle vorbei gewählt habe, wenn gerade keiner aufgepasst hat.

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Wörterbuch

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Wortklauberei: Der Konjunktiv des Vorstellbaren

Da habe ich doch fast das Lenkrad verrissen, als ich unterwegs einem Podcast lauschte und mir diese Floskel erneut ins Ohr drang. Es handelt sich um eine zunächst gültige Aussage und allzu gebräuchliche Redewendung. Ergänzt wird diese allerdings mit einem tückischen Konjunktiv um dem Satz einen vorsichtigen und damit eher höflichen Zug zu geben, der die Aussage dann jedoch in sprachlichen Nonsens verwandelt. Gemeint ist die Aussage: “Das könnte ich mir vorstellen.” Die Vorstellungskraft Der Mensch ist – und damit grenzt er … weiterlesen…

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Mit vierzig verlassen einen die Helden der Jugend

Die erste Meldung des heutigen Tages erreichte mich kurz nach dem Aufstehen. Bei einem Blick auf mein Smartphone verkündete ein Tweet, dass am Vortag der Schauspieler Robin Williams verstorben sei. Williams war ein begnadeter Schauspieler, der in unnachahmlicher Weise das Fach der Komödie und insbesondere auch der Tragikomödie beherrschte. Unzählige Filme haben meine Jugend, ja, mein bisheriges Leben begleitet. Nicht zuletzt hat der Club der toten Dichter eine besondere Zeit geprägt. Diese Meldung im Kopf ließ mich einmal mehr darüber nachdenken, welche … weiterlesen…

Notizen

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Sprachlos

Mir fehlen die Worte. Ich will ein paar Zeilen schreibe, doch ich finde keine Worte. Ich fühle, dass da etwas aus mir heraus will, ein Gefühl, etwas, das noch nicht Gedanke ist. Ich schreibe ein paar Buchstaben, dann streiche ich sie wieder. Es ist nicht das was ich sagen wollte. Sprachlos, das ist das Wort, das ich suche! Da steht es nun, ich schaue es an, es ist nicht das, was mein Gefühl sagen will. Ich streich es durch, es ist besser … weiterlesen…

Herz im Schnee

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Herzen aus Wachs

Herzen aus Wachs günstig zu kaufen. Herzen aus Wachs glänzen im Lichtschein. Herzen aus Wachs schwimmen stets oben. Herzen aus Wachs scheinen oft traumhaft. Herzen aus Wachs schmelzen bei Wärme. Herzen aus Wachs brennen im Feuer. Doch Herzen aus Wachs brechen bei Kälte. Herzen aus Wachs leicht zu zerstören. © Michael L. Jaegers