Gedanken zur Taufe – Gott und ich

Mein Verhältnis zur Kirche ist immer noch nicht final entschieden1). Ich beobachte mit Argusaugen, aber dennoch interessiert, was denn da so alles passiert. Fleißig zahle ich jeden Monat meine Schuld an den Klerus und rede mir immer wieder ein, dass damit ja etwas Gutes getan wird. Meine bessere Hälfte war da eines Tages etwas konsequenter und hat aus wirtschaftlichen Gründen den Austritt aus dem Verein vollzogen. Dennoch haben wir auch kirchlich geheiratet und für mein Geld habe ich auch eine wirklich schöne … weiterlesen…

Den Gottesdienst schwänzen – Gott und ich

Mein Verhältnis zur Religion ist gespalten. Ich habe meinen katholischen Grundwehrdienst an einem von einem Orden geführten Gymnasium abgeleistet und erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Die Patres (Ordensbrüder) waren sehr weltoffen und bei Weitem nicht so streng und versteinert in ihrem Glauben, wie es zu der Zeit gemeinhin gerne kolportiert wurde. Rückblickend war ich auch zu diesen Zeiten schon skeptisch und zweifelnd, aber auch unschlüssig. Ich habe freiwillig im wöchentlichen Schulgottesdienst als Messdiener agiert oder auch die Lesung vorgenommen. Ehrlich gesagt, waren dies Aktivitäten, die den Gottesdienst für mich interessanter und abwechslungsreicher gestaltet haben – ein Überzeugungstäter war ich ganz sicherlich nicht.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch das ein oder andere Mal den Gottesdienst geschwänzt. Wir Jungs sind auf dem Weg in die Kapelle kurz vorher noch einmal auf die nahe gelegene Toilette unterhalb der Kapelle gegangen, um dann ganz klassisch durch ein Fenster auszubüxen. Die Geschichte mit dem Fenster und durch den Klostergarten war mir ehrlich gesagt viel zu kompliziert, so dass ich dann lieber den direkten Weg an der Kapelle vorbei gewählt habe, wenn gerade keiner aufgepasst hat.

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