Dungeon Roll – Zurück in den Dungeon

Lesezeit etwa 5 Minuten

Über ein buntes Spielepaket, das ich mir Ende des letzten Jahres gekauft habe, ist “Dungeon Roll – Zurück in den Dungeon” zu mir ins Haus gekommen und dieser Tage habe ich dann endlich die Zeit und Muße gefunden mir das Gesellschaftsspiel einmal unter die Lupe zu nehmen. Das Spiel trägt mit Dungeon Roll den Familiennamen eines älteren Würfelspiels aus dem Hause Pegasuskommerzieller Link, kommt aber selber in einer Schachtel ohne Würfel daher.

Ein schlankes Regelheft, ein dicker Kartensatz und einige kleine Pappmarker stellen neben den Heldentableaus das Spielmaterial dar. Die Regeln klingen nach dem ersten Durchlesen trivial und schnell wird deutlich, warum das Spiel in der Kategorie “Fun” einsortiert wird, denn der Reiz ergibt sich aus dem Pokern hinsichtlich der nächsten Karte und eine gewaltige Portion Glück.

Pegasus Spiele 51935G - Dungeon Roll - Zurück in den Dungeon

Bild via Amazonkommerzieller Link (Link zum Angebot)

Zwei bis sechs Spieler treten gegeneinander an. In einem bis zu fünfgeschossigen Dungeon entsenden sie jeweils ihre Heldentruppe um möglichst viele Schätze zu bergen. Doch wie es sich für einem richtigen Dungeon gehört, liegen die begehrten Schätze nicht einfach so herum, sondern werden von Monstern und Drachen bewacht. Und nicht zuletzt besteht auch immer die Gefahr, dass man heimlich von einer gegnerischen Heldengruppe im Dunkeln bestohlen wird.

Doch der Reihe nach: Im ersten Schritt wird jedem Spieler ein Heldentableau zugelost. Dieses gibt nicht nur die Wesenszüge (und damit Spezialfertigkeiten) des Helden, bzw. Zusammensetzung der Heldengruppe an, sondern bietet auch die Möglichkeit die Schätze zu deponieren und den Fortschritt im Dungeon festzuhalten. Elf unterschiedliche Helden versprechen so schon einmal einiges an Abwechslung für die Spieler.

Etwas fummelig wird es dann, wenn die über 200 kleinen Pappmarker alle sortiert und gewendet werden müssen. Hierbei handelt es sich um um runde Schatzmarker, die mit unterschiedlichen Siegpunkten in Form von Münzen und Edelsteinen bedruckt sind, Gefährtenmarker (Krieger, Zauberer, Priester, Diebe und Champions) und Fortschrittsanzeiger für den Dungeon und die Stufe des Helden. Während jeder Spieler zwei der Fortschrittsmarker für sein Heldentableau erhält, müssen alle anderen Marker teilweise abgezählt, aber in jedem Fall erst einmal auf eine bestimmte Seite gedreht werden. Besonders im Falle der Gefährtenmarker ist dies nervig, hätte man die Rückseite, die lediglich als Erfahrungspunktezähler dient, durchaus auch in der Farbe des Gefährten halten können. So aber bleibt einem nur das vorbereitende Umdrehen von rund 100 Plättchen, oder man sucht sich während des Spiels durch.

Hat man diese vorbereitende Hürde allerdings einmal überstanden, steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege und die Regeln sind schnell erklärt: Der Reihe nach zieht jeder Spieler eine Karte vom Stapel, die darüber Auskunft gibt, was der Spieler in der Kammer, in der er sich befindet vorfindet. In den meisten Fällen hat er eine Verlieskarte gezogen, schaut auf dieser auf den Eintrag, der seinem Level des Dungeons entspricht und findet dort Monster oder Schätze wieder. Monstern muss er sofort mit seinen Gefährten begegnen, Schätze kann er (anschließend) bergen. Er könnte allerdings auch eine Klaukarte ziehen, mit der er einem Mitspieler einen Schatz entwenden kann, oder eine Drachenkarte, die erst kritisch wird, wenn es sich um die dritte Drachenkarte handelt. In dem Fall taucht der Drache auf und muss von dem Helden sofort besiegt werden. Ansonsten bleibt ihm nur die Flucht unter Aufgabe aller seiner noch nicht gesicherter Schätze. So weit, so einfach.

TitelDungeon Roll - Zurück in den Dungeon
AutorKen Gruhl, Quentin Weir
VerlagPegasus Spiele
Spieler2-6
Dauer30-45 Minuten
Alterab 8 Jahre
Erhältlich beiAmazonkommerzieller Link
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Um Monster oder Drachen zu besiegen oder Schatzkisten zu öffnen müssen die unterschiedlichen Gefährten eingesetzt werden. Bei einem erfolgreichen Kampf, sammelt der Spieler auf diese Weise Erfahrungspunkte an, in jedem Fall jedoch ist ein Gefährte nach dem Einsatz erschöpft. Auf diese Weise muss der Spieler in jeder Runde erneut entscheiden, ob er einen weiteren Raum im Dungeon betritt (eine Karte zieht), oder sich zurückzieht und seine Schätze sichert. Durch das Sichern der Schätze erholen sich auch die Gefährten und der Spieler kann je nach bereits gewonnenen Erfahrungspunkten eine Stufe aufsteigen und unter gewissen Voraussetzungen auch in das nächste Level des Dungeons mit mehr Schätzen und mehr Gegnern hinabsteigen.

Die Spieldauer wird angegeben mit 30-45 Minuten, was sicherlich realistisch ist. Nach einem ersten Testdurchgang sitzen auch die Regeln und das Spiel geht schnell von der Hand. Das Spiel selber endet, wenn alle Schätze geborgen wurden, deren Anzahl zwar fest vorgegeben, deren Inhalt jedoch unbekannt, bzw. zufällig zusammengestellt war. Nun zählt jeder Spieler seine Münzen, Edelstein-Kombos und verbliebenen Erfahrungspunkte und der Held mit der höchsten Summe hat gewonnen.

Fazit

Daumenwertung 3 von 4
3 von 4
Drachenkarten

“Dungeon Roll – Zurück in den Dungeon” hat seinen Reiz als Spaßspiel. Es ist vergleichsweise einfach hinsichtlich der Regeln und kann auch zu später Stunde noch ein paar aufkratzende Runden ermöglichen. Die vielen kleinen Pappmarker sind ein wenig lästig in der Handhabung, da helfen auch die (nicht ausreichenden) wiederverschließbaren Plastiktüten wenig. Optisch ist das Spiel in Ordnung, das Cover verspricht etwas mehr und beispielsweise bei den Drachenkarten hätte man sich durchaus noch mit ein paar schicken Grafiken austoben können. Der Glücksfaktor im Spiel (zufälliger Held, zufälliger Raum, zufälliger Schatz) sollte nicht unterschätzt werden, bzw. verdrängt taktische Elemente in den Hintergrund. Damit ist das Spiel durchaus auch für Gelegenheitsspieler geeignet, die Spiele bevorzugen, bei denen sie nicht so viel denken müssen. Dennoch bin ich insgesamt zufrieden und werde Dungeon Roll - Zurück in den Dungeonkommerzieller Link sicherlich noch das ein oder andere Mal hervorkramen.

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