Wochenschau 2018-28: Was soll ich leiten?

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Anfang

Endlich wieder eine Spielrunde! Nach über sechs Wochen Abstinenz fand in dieser Woche eine lange Session unserer Kampagne im Wien der 1920er Jahre statt. Tatsächlich ist es uns gelungen vergleichsweise nahtlos an die Ereignisse des letzten Mals anzuknüpfen und gute Fortschritte zu machen. Das Finale dieses Abenteuers ist damit nun abzusehen.

Daneben gibt es eine ganze Reihe an Conventions, die in diesem Sommer anstehen und besucht werden wollen. Demnach habe ich viel Zeit damit verbracht meine vorangemeldeten Abenteuer vorzubereiten. Der aktuelle Stand (1 von 5) ist in jedem Fall noch verbesserungswürdig. Fest eingeplant (und gebucht) sind neben der FeenCon (4 Spielrunden als Spielleiter) auch wieder die MantiCon (ggf. ein oder zwei Spontanrunden) und natürlich die anRUFung (3 Spielrunden als Spielleiter und zwei Runden als Spieler).

Was sich ansonsten in dieser Woche durch meine Filterblase geschoben hat, wer mir unter der Kellertreppe entgegengesprungen ist und welche Challenge mir auferlegt wurde, ist im Folgenden wieder in gewohnter Weise kurz zusammengefasst.

Meldungen

FeenCon 2018

Ich hatte letzte Woche schon einmal darauf hingewiesen, jedoch, da es meine Heimat Rollenspiel Convention und es nun auch schon bald soweit ist, sei noch einmal etwas Werbung erlaubt: Am kommenden Wochenende ist die diesjährige FeenCon in Bonn, bzw. in der Stadthalle von Bad Godesberg und ich leite vor Ort auch “ein oder zwei” Runden, von denen immerhin eine in der Vorbereitung bereits abgeschlossen ist.

ISS live

Einen etwas anderen “Bildschirmschoner” gefällig? Von der Weltraumstation ISS gibt es aktuell zwei Livestreams mit Blick auf die Erde. Einer der beiden Streams beinhaltet auch den gelegentlichen Ton des öffentlichen Funkverkehrs zwischen der Station und der Crew am Boden, was zu Geisterstimmen führen kann, der andere Stream ist stumm, dafür in HD.
Sollte das Bild einmal recht dunkel erscheinen, ist die ISS wohl gerade auf der Nachtseite der Erde. Da sich die ISS in rund anderthalb Stunden einmal um die Erde bewegt, sollte nach rund 30 Minuten das Bild auch wieder klar sein. Wo genau die ISS sich aktuell befindet, lässt sich darüber hinaus auf der GoogleSatTrack Webseite sehr gut nachvollziehen.

Lovecrafter #3

In dieser Woche ist nach knapp einem Jahr nun auch die dritte Ausgabe des (öffentlich verfügbaren) Vereinsmagazins der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, der Lovecrafter erschienen. Die aktuelle Ausgabe ist 78 Seiten stark und umfasst wieder eine bunte Mischung aus Themen rund um das Werk von H. P. Lovecraft.

Für Rollenspieler bietet es einen interessanten Hintergrundartikel über die Zeit und das Leben 1968 (14 Seiten) sowie das Siegerabenteuer des Abenteuerwettbewerbs von 2017, “Der treibende Holländer” von Marcus Rosenfeld (15 Seiten), das für das hauseigene System FTHAGN erstellt wurde, jedoch auch mit den Cthulhu Regeln gespielt werde kann.

Der weitaus größte Teil des Hefts befasst sich allerdings mit Interviews von deutschen Verlegern über die ersten 50 Jahre Lovecraft, Ganymed Horror und Weird Fiction Times, einem Horror- und Phantastik-Fanzine der 70er, Lovecrafts Mythos in der digitalen Welt und zwei System, bzw. Spielvorstellungen.

Erhältlich ist das Magazin für 9,50 € im Cthuhu Webshop oder am Stand der Deutschen Lovecraft Gesellschaft e.V. auf diversen Veranstaltungen und Messen.

Delta Green Crowdfunding

Auf Kickstarter läuft aktuell noch ein Finanzierungsprojekt für weiteres (englischsprachiges) Material zu Delta Green. Delta Green ist ein cthuloides Rollenspiel, dass mehr in der Gegenwart angesiedelt ist und mehr einen Blickwinkel aus Sicht von FBI Agenten, bzw. Delta Green Agenten auf die Ereignisse wirft. Das Crowdfunding Projekt zu Delta Green: The Labyrinth auf Kickstarter soll dazu neues Abenteuermaterial liefern, ist bereits finanziert und läuft noch etwas über zwei Wochen. Finanzierungsbeiträge starten ab rund 17 € für die PDF Version des neuen Abenteuerbandes, bzw. ca. 39 € für das gedruckte Buch (inkl. PDF) oder gar rund 94 €, wobei dann auch das Regelwerk mitgeliefert wird. Geliefert wird aus den Vereinigten Staaten, bzw. England und dementsprechend fallen hier auch noch einmal nicht unerhebliche Versandkosten an, die leider nicht im Vorfeld angegeben werden und später noch einmal in Rechnung gestellt werden.

Daneben können deutlich vergünstigt noch diverse weitere Bücher aus dem Delta Green Umfeld als sogenannte AddOns erstanden werden, sodass dieses Projekt eine “günstige” Möglichkeit ist, in Delta Green einzusteigen oder seine Sammlung aufzufüllen.

Riesen Cthulhu

Wer lieber einen fast 60 cm großen Cthulhu sein Eigen nennen möchte und das nötige Kleingeld hat, kann dieses in die Finanzierung des Brettspiels Cthulhu: Death May Die stecken. Rund 1,5 Mio € sind hier schon zusammen gekommen für ein Spiel, das nicht nur Cthulhu im Namen trägt, sondern – und dies ist vermutlich das interessanteste daran – eine ganze Reihe an Miniaturen enthält. Der gewaltige Cthulhu ist dabei sicherlich kaum noch als Miniatur zu bezeichnen …

Um in den Genuss von Cthulhu zu kommen, muss man zwischenzeitlich rund 214 € beitragen, das Spiel ohne das Monster gibt es bereits ab 86 €, selbstverständlich jeweils zuzüglich Versand von rund 15-25 €. Ob das Spiel eine Empfehlung wert ist, lasse ich einmal dahingestellt sein. Darüber hinaus lohnt es sich einen Blick auf das angekündigte Lieferdatum zu werfen, denn die Cthulhu Erweiterung wird in unterschiedlichen Chargen ausgeliefert und Förderer, die nun erst einsteigen, kommen frühestens 2020 in den Genuss der Cthulhu Figur.

Ulisses unter Beschuss?

Dieser Tage scheint der Rollenspielverlag Ulisses einiges an Prügel zu kassieren. Einige Autoren haben nun den Verlag verlassen, und äußern deutliche Vorwürfe hinsichtlich unreflektiertem, bzw. banalisiertem Rassismus und Sexismus, besonders in Verbindung mit dem umstrittenen Quellenband für das schwarze Auge (DSA), Wege der Vereinigung. Was mehr als ein Scherz begann und dann über 200.000 € in die Kassen spielte, war ein gewagtes Spiel mit dem Feuer. Steckt da noch mehr hinter, als ein geschmackloser Fehlgriff eines Spiele (!) Verlags, der die pubertären Vorstellungen von (mindestens) 1.806 zahlungswilligen Menschen befriedigt?

In jedem Fall erhebt sich nun – wie leider üblich bei gesellschaftlichen Themen – auch auf Twitter und Co. ein Sturm der Entrüstung …

Von Ulisses ist dazu am gestrigen Freitag auch ein recht ausführliches Statement dazu erschienen. [Update 15.07.2018:] Von Michael Masberg, dem ersten, der die Zusammenarbeit mit Ulisses aufkündigte, gibt es ein zustimmungswürdiges Statement zur Erklärung von Ulisses.

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