Zwei Hörbücher von Hohlbein und Meltzer sowie ein Psychothriller John Katzenbach

Von Vampiren, Wetten und Psychopathen

Lesezeit etwa 4 Minuten

Wolfgang Hohlbein: Unheil

Die Polizei auf der Jagd nach dem Vampir

Wolfgang Holhbein ist bekannt für seine Romane im Umfeld der Wesen der Nacht. Das Hörbuch Unheil von Wolfgang Hohlbein fiel mir mehr durch Zufall in die Hände und unterhielt mich dank der 20 CDs einige Wochen lang.

Unheil, 20 CDs (TARGET - mitten ins Ohr)

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Conny Faust, Kommissarin stößt bei ihren eher privaten Ermittlungen auf den Serienkiller, den die Presse Vampir getauft hat. Sie entkommt ihm nur knapp, kann dafür jedoch ein Mädchen aus seinen Klauen retten. Der Ruhm der Öffentlichkeit macht ihr Verhältnis zu ihrem Chef jedoch keineswegs besser. Trotz Beurlaubung setzt sie ihre Ermittlungen fort, denn sie scheint die einzige Verbindung zu dem Vampir zu sein. Immer wieder erscheint ein gewisser Vlad bei ihr und gibt ihr Hinweise auf den Täter. Doch Vlad kann von niemanden sonst gesehen werden, so dass sie sich bald schon Halluzinationen einredet.

Der Handlungsstrang ist sehr vorhersehbar. Die ständige Hoffnung, dass sich die Geschichte doch anders entwickelt, wird nicht erfüllt. Dennoch handelt es sich bei dem Roman trotz der sich stetig wiederholenden Handlungselemente um ein angenehm vorgelesenes Hörbuch.

Insgesamt halte ich das Hörbuch damit für in Ordnung. Wer das Genre mag, wird seine Freude daran haben. Wer einmal einen akustischen Ausflug in die Welt der Vampire haben möchte, ist mit diesem Hörbuch sicherlich auch gut dabei.

Brad Meltzer: Das Spiel

Ein Wettspiel mit tödlichem Ausgang

Brad Meltzers Das Spiel ist ein weiterer Thriller im Regierungsumfeld der USA. Die Mitarbeiter des Repräsentantenhauses und des Kongresses der Vereinigten Staaten heitern ihren tristen Tagesablauf durch ein geheimes Wettspiel auf. Kommen bei der Abstimmung mehr als 100 Stimmen zusammen? Schafft es jemand in die Rede eines Senators eine bestimmte Wortfolge einzubauen?

Das Spiel (2 MP3 CDs)

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Auch die Freunde Matthew und Harris spielen bei dem Spiel mit, als eines Tages eine todsichere Wette angeboten wird. Eine stillgelegte Goldmiene soll als Verkauf in den Haushaltsplan mit aufgenommen werden. Matthew gelingt dies, wird aber anschließend von einem Unbekannten ermordet.

Harris glaubt nicht an einen Unfall, wie die Ermittlungsbeamten und geht der Sache nach. Unterstützt wird er dabei eher unfreiwillig von einer farbigen Praktikantin wobei beide mehrfach nur knapp mit dem Leben davon kommen, doch letztenendes decken Sie das unglaubliche auf.

Hin und wieder nervt das Gejammere von Harris. Die Hauptrollen erinnern in ihrer Art den Protagonisten aus dem Thriller die Bank, was aber nicht weiter störend ist.

Auch dieses Hörbuch gibt es freundlicherweise in einer MP3 Edition bestehend aus zwei CDs, so dass das lästige Wechseln der CDs entfällt. Der Sprecher wirkt – wie auch bei der Code und die Bank stimmlich etwas gelangweilt und könnte sicherlich noch mehr aus dem Werk herausholen. Insgesamt jedoch ein durchaus empfehlenswertes Werk, auch wenn es thematisch weit hergeholt scheint.

John Katzenbach: Der Fotograf

Langatmige Entführungsstory

Der Fotograf ist nach der Patient und die Anstalt bereits der dritte Roman von John Katzenbach, der den Weg auf meinen Lesetisch gefunden hat. Voller Begeisterung hinsichtlich der zuvor verschlungenen Psychothriller nahm ich mich dieses Werks an, dessen Klappentext den Einblick in die Psyche eines Entführers und Serienkillers offerierte. Ganz gelogen war dies nicht, jedoch erhält man gleichzeitig einen Einblick in die Psyche einer Ermittlerin, des Entführungsopfers und des Bruders des Serienkillers. Unter diesen verschiedenen Einblicken leidet der Lesefluß enorm. Der Spannungsbogen wird eher strapaziert als aufgebaut und zum Schluß stellt sich mehr ein erleichtertes Gähnen als ein fesselndes Verlangen nach mehr ein.

Der Fotograf: Psychothriller

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Die Handlung ist konsequenterweise recht rasch erzählt: Ein Fotograf hat in seiner Jugend seine Liebe zur Gewalt entdeckt und fröhnt nun als Serienkiller seinem Hobby. Dabei ahmt er andere Serienmörder nach, so dass er bislang nie unter verdacht geraten ist und seine Opfer eher anderen Tätern mitangelastet wurden. Zu Beginn des Romans macht er jedoch den Fehler die Nichte einer Ermittlerin zu ermorden, die in dem daraufhin gefassten Campus-Killer nicht den Mörder ihrer Verwandten vermutet und sich so im Alleingang auf die Suche nach dem wahren Killer – dem Fotografen – begibt.

Der Fotograf wiederum hat eine neue Idee, wonach er eine Studentin kidnappt und sich gefügig macht. Das Mädchen soll ihn begleiten und fortan über seine Gedanken und Taten Buch führen. Der letzte Beteiligte im Bunde ist der jüngere Bruder des Fotografen, ein Psychologe, den die Ermittlerin im Rahmen ihrer Untersuchungen aufsucht. Bald erkennt dieser, dass sein älterer Bruder zurecht im Schwerpunkt der Ermittlungen steht, versucht ihn jedoch zu beschützen.

Eingeschränkte Kaufempfehlung: John Katzenbach: Der Fotograf

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