SPIEL ’18 – Eindrücke Tag 2 (Quacksalber, Detective, Sonar Family, Railroad ink und Welcome to …)

Captain Sonar Family

Captain Sonar Family

U-Boote gehen immer – und so gab es einen Zwischenstopp bei der jüngsten Variante von Captain Sonar: die Familienedition. Bei Captain Sonar treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen im simulierten U-Boot das jeweils andere Team aufzuspüren und zu versenken. Die Familienedition ist deutlich schlanker und bietet bis zu vier Spielern Freude am Schiffeversenken.

In jedem Team übernimmt ein Spieler die Rolle des Kapitäns, ein weiterer die Rolle des Horchers. Jedem Team liegt die gleiche Seekarte vor auf der ein Startpunkt frei gewählt wird. Mit Beginn des Spiels geben die Kapitäne die Befehle, die entweder eine Bewegung in eine der vier Himmelsrichtungen darstellt, ein aktives Sonargeräusch, das Auftauchen, eine Schleichfahrt oder ein Torpedoangriff. Erfolgt eine reguläre Bewegung, so gibt der Kapitän die Richtung bekannt und der gegnerische Horcher protokolliert diese auf einer transparenten Folie, die er über die Seekarte gelegt hat. Auf diese Weise ergibt sich die Route des gegnerischen Schiffs, die man versucht so über die Karte zu legen, dass sie genau passt und damit der Standort des U-Boots bekannt wird und ein Angriff gestartet werden kann.

Doch für einen Angriff, ebenso wie für einen aktiven Ping zur Ermittlung von Zeile oder Spalte des gegnerischen Boots, ist Energie erforderlich, die man durch eine reguläre Fahrt aufbaut. Darüber hinaus darf man seinen eigenen bisherigen Kurs nicht kreuzen, navigiert sich also möglicherweise selber in eine Falle.

Das Spiel kommt mit einigen unterschiedlichen Seekarten, abwischbare Filzstifte und einem Sichtschirm daher, ist allerdings aktuell wohl noch nicht auf Deutsch erhältlich.

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Railroad ink

Bahnlinien und Straßen mit Railroad Ink

Ein anderes Spiel mit abwischbaren Stiften ist Railroad ink: Jeder Spieler hat ein abwischbares Tableu mit 7×7 Feldern vor sich. Zu Beginn einer jeden von maximal sieben Runden werden vier Würfel geworfen, auf deren Seiten verschiedene Straßen- und Schienenelemente sowie Übergänge zu sehen sind. Diese Symbole müssen nun auf das Tableu eingezeichnet werden, idealerweise so, dass sich möglichst lange Abschnitte ergeben, die mit am Spielfeldrand markierten Bahnhöfen verbunden sind. Zusätzlich zu den Symbolen auf den Würfeln sind auch noch weitere, deutlich komplexere Joker-Symbole verfügbar, von denen maximal drei eingebaut werden dürfen.

Nach der siebten Runde erfolgt die Punkteauswertung. Neben Punkten für die längste Straße und Bahnlinie erhalten die Spieler auch Punkte für möglichst viele verbundene Bahnhöfe sowie genutzte Felder im Mittelbereich des Spielfelds. Abzüge gibt es allerdings für Sackgassen, bzw. Abschnitte, die im Nirwana enden.

Railroad ink ist in zwei Versionen verfügbar: In blau mit er Zusatzoption Seen auf dem Spielfeld zu platzieren und rot mit zusätzlich Lavaströmen.

Mein Fazit: Railroad ink ist ein nettes, kleines Spiel, das sich in überschaubarer Zeit spielen lässt. Der Komplexitätsgrad ist nicht hoch, die strategische Komponente hingegen schon und erinnert phasenweise an das Legespiel Carcassonne. Da alle Spieler gleichzeitig agieren ist es allerdings eher unkommunikativ.

Welcome to Your Perfect Home

Unsere kleine Nachbarschaft

Nachdem die Infrastruktur geschaffen wurde, können nun Siedlungen gebaut werden. Dies ist die Aufgaben in Welcome to Your Perfect Homekommerzieller Link. Von einem Abreißblock erhält jeder Spieler einen Lageplan mit drei Straßenzügen und zahlreichen Häusern. Daneben werden zentral drei Kartenstapel aufgelegt, bei denen auf der Vorderseite jeder Karte eine Zahl, auf der Rückseite ein Symbol abgebildet ist. Die erste Karte eines jeden Stapels wird aufgedeckt, sodass drei Zahlen und drei Symbole sichtbar sind.

Gleichzeitig wählt jeder Spieler nun eine Zahl und das zugehörige, danebenliegende Symbol aus. Die Zahl wird als Hausnummer auf den Lageplan in einer der Straßen eingetragen, wobei die Hausnummern aufsteigend eingetragen werden müssen.

Das Symbol ermöglicht zusätzliche Aktionen, wie das Pflanzen von Bäumen, Anlegen von Pools, Aufwerten von Punkten, Einsatz von Bautrupps oder das Errichten von Zäunen.

Als zusätzliche Quest liegen drei Baupläne aus, die die Spieler versuchen müssen zu erfüllen um an zusätzliche Punkte zu gelangen. Hierbei handelt es sich um Abschnitte in der Siedlung mit vorgegebenen Längen, z.B. drei umzäunte Häuser in einer Reihe, etc.

Mein Fazit: Die Spieler arbeiten ihre Pläne gleichzeitig ab, sodass es auch hier zu keiner Kommunikation kommt. Zumindest bei unserem Testspiel herrschte konzentriertes Schweigen. Dieses Spiel hätte sich angeboten ebenfalls auf laminiertem Papier zu produzieren, sodass man mit abwaschbaren Stiften darauf zeichnen kann und nicht irgendwann keine Blätter mehr auf dem Block hat.

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