SPIEL ’18 – Eindrücke Tag 1 (Untold, Chronicles of Crime, U-Boot)

U-Boot – Das Brettspiel

Lesezeit etwa 10 Minuten

U-BOOT – Das Brettspiel

Bereits 2017 bin ich über das U-Boot Brettspiel gestolpert, das seinerzeit nur als Vorankündigung präsentiert wurde. Als der Kickstarter dann gestartet wurde, konnte ich nicht Widerstehen und hatte gleich Geld darauf geworfen, zumal das Spiel auch gleich in deutscher Sprache realisiert werden sollte. Vor Weihnachten noch soll es, den Aussagen des Teams auf der Messe folgend, bei mir eintreffen. Rund 770.000 € hat der Kickstarter eingefahren und dementsprechend begehrt waren auch die Demorunden auf der Messe in Essen. Umso überraschter war ich, dass ich noch am ersten Tag einen Platz in einer Runde sichern konnte, auch wenn ich dafür meinen geplanten Messeaufenthalt um eine Stunde verlängern musste – doch das war es mir wert.

Das Boot …

Der Hingucker des Spiels von PHALANX ist ein großes Modell eines deutschen Typ VIIc U-Boots aus dem II. Weltkrieg. Hinzu kommen sechzehn Miniaturen als Spielfiguren und diverses Interieur. U-BOOT – Das Brettspiel kommt mit einer App für das Smartphone daher, das zwingend für das Spiel erforderlich ist, denn es handelt sich um eine U-Boot Simulation, dass in Echtzeit abgehandelt wird. Die bis zu vier Spieler schlüpfen in die Rolle der U-Boot Besatzung, bzw. deren Offiziere (Kapitän, 1. Offizier, Maschinist und Navigationsoffizier). Jeder Rolle kontrolliert vier Figuren und besitzt sowohl als Spieler wie auch bei den einzelnen Figuren Spezialfertigkeiten.

Die App wird gestartet, ein Kurs auf der Karte festgelegt und der Kapitän erteilt zunächst die Instruktionen und die Mannschaft positioniert die Figuren im Modell an die geeigneten Stellen. Ab dann meldet sich die App regelmäßig mit neuen Ereignissen, beispielsweise eingehende Funksprüche, Sichtungen von Schiffen, Defekte oder erforderliche Schichtwechsel und Mahlzeiten. Jede Aktion kostet Zeiteinheiten und erfordert eine Figur mit den entsprechenden Fähigkeiten am rechten Ort des Boots, sodass jede Entscheidung und Handlung genau überlegt werden muss. Auf dem Weg zum Missionsziel gilt es nun andere Schiffe zu versenken sowie feindlichen Kriegsschiffen und Flugzeugen auszuweichen um nicht selber auf den Grund geschickt zu werden.

U-Boot Besatzung und Interieur

Das Spiel erinnert sehr an klassische U-Boot Simulatoren für den PC und wird hier partiell aus dem Bildschirm heraus auf den Spieltisch gebracht und damit zu einer besonderen Erfahrung für bis zu vier Spieler und gewinnt für mich hierdurch auch gewaltig an Spielspaß. Doch es bedarf sicherlich einiger besonderer Gleichgesinnter, die sich auf ebendieses Setting, also U-Boote und taktische Kriegsspiele, einlassen.

Mein Fazit: Das Spiel hatte ich über das Crowdfunding mitgefördert, ohne es vorab gespielt zu haben. Auch hier habe ich meine Bedenken hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Spiels, wenn die App eines Tages nicht mehr funktioniert. Ohne das Stück Software ist das Spiel nicht nutzbar, zu komplex sind die dahinterliegenden Mechanismen. Dennoch, die Simulationstiefe ist gewaltig und die Demorunde hat mich überzeugt. Das Spiel ist sehr speziell und einzigartig, wenngleich die Funktion des U-Boot Modells auch durch ein klassisches Spielbrett realisiert hätte werden können. Wenn die Rahmenparameter (U-Boot-Fans, Strategie- und Simulationsspieler, etc.) passen, dann führt an U-BOOT – Das Brettspiel wohl kein Weg vorbei, wenngleich es in der komplexen Ausstattung auch entsprechend kostspielig ist.

Tagesstatistik

  • Anreise: 2 Stunden ÖPNV
  • Wartezeit nach Einlass: 30 Minuten
  • gelaufene km: 8,3 km
  • getestete Spiele: 3
  • gekaufte Produkte: 5
  • gegessen: Falafel und Hamburger (jeweils 5 € und Note: ausreichend)
  • Hände “geschüttelt”: 5, davon ein neuer Kontakt
  • Rückreise: 3 Stunden ÖPNV

Tag 2 auf der SPIEL ’18 in Essen folgt in einem separaten Beitrag.

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