SPIEL ’18 – Eindrücke Tag 1 (Untold, Chronicles of Crime, U-Boot)

Chronicles of Crime

Lesezeit etwa 10 Minuten

Chronicles of Crime

Corax Games hatte Chronicles of Crime im Angebot. Das Spiel war durch ein Crowdfunding auf Deutsch herausgebracht worden und stand nun zum Verkauf und für Probespiele zur Verfügung. Auch hier hatte ich Glück, dass am einzigen Spieltisch just eine Runde beendet worden war und sich damit die Gelegenheit zum Einsteigen ergab.

Ermittlungen in Chronicles of Crime

Chronicles of Crime ist ein investigatives Spiel, das durch eine App unterstützt wird und kommt mit einigen seht interessanten Kniffen daher. Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Ermittlers und können verschiedene mit dem Fall zusammenhängende Orte und Personen besuchen. In unserem Beispielfall ging es um eine ältere Dame, die tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Den Tatort kann man sich dann auf der Smartphone App betrachten, wobei das Handy mit einer speziellen Halterung auch als “3D-Brille” genutzt werden kann. Der Spieler beschreibt den anderen, was er sieht, hat hierfür allerdings nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Derweil suchen die anderen Spieler auf den ausliegenden Stichwortkarten passende Begriffe zu dem, was am Tatort gefunden wurde.

Stichwortkarten, Personenkarten und Ortskarten haben alle jeweils einen QR-Code, der mit der Companion-App eingescannt werden können und dann weitere Informationen und Hinweise freischalten. So kann im Labor eine gefundene Probe vom Tatort untersucht werden und wichtige Hinweise für die Ermittlung liefern, oder ein Verdächtiger zu einem Indiz befragt werden.

Kommt man zu dem Schluss, dass der Fall geklärt ist, stellt die App einige Abschlussfragen wie “Wer war der Täter? Wie ist das Opfer zu Tode gekommen? Was war das Motiv?” In Abhängigkeit dieser Antworten und der im Spiel eingescannten Karten sowie der genutzten Zeit berechnet sich ein Punktestand. Zudem ist der Lösungsweg nicht linear, sodass es bei unterschiedlichen Ermittlungsansätzen auch zu unterschiedlichen Lösungen kommen kann und damit unter Umständen sogar ein erweiterter Wiederspielwert existiert.

Die Stichwortkarten kommen recht nüchtern daher, Orts- und Personenkarten sind ansprechend illustriert und die App ist intuitiv zu bedienen. Weitere Kriminalfälle sind bereits angekündigt und bedürfen in diesem Konzept kaum Zusatzmaterial.

Mein Fazit: Corax Games ist ein noch junger und kleiner Verlag in Deutschland, der aus der Spiele-Schmiede/Spiele-Offensive hervorgegangen ist. Mit Chronicles of Crime ist es ihm gelungen ein sehr gutes Spiel an Land zu ziehen, das sich nicht verstecken muss, sondern eher mehr ins Rampenlicht gezogen werden sollte. Meine Bedenken hinsichtlich EDV-unterstützter Gesellschaftsspiele ist nach wie vor gegeben, bröckelt allerdings. In diesem speziellen Fall habe ich dann aber auch gleich zugeschlagen und das Grundspielkommerzieller Link sowie die VR-Brille mit einem weiterem Fallkommerzieller Link für derzeit ca. 35 – 45 € gekauft.

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