RPGaDAY 2017

Bild: © Will Brooks

#RPGaDAY 2017 – Fragen und Antworten 7 bis 13

Lesezeit etwa 5 Minuten

Die zweite Woche der #RPGaDAY ist um und damit folgt nun auch meine detaillierte Zusammenfassung meiner Antworten auf die sieben Fragen in dieser Woche. Die ersten sechs Fragen zur #RPGaDAY 2017 Aktion wurden bereits am letzten Sonntag publiziert.

Um was es sich genau bei #RPGaDAY handelt, wie man dabei mitmachen kann und welche Fragen dort gestellt werden, findet man in meinem Ankündigungsartikel zur Aktion.

7. Was war Deine Rollenspielsitzung mit den größten Auswirkungen?

(What was your most impactful RPG session?)

Da gibt es natürlich mehrere zur Auswahl. Sicherlich gehört da auch das erste Mal dazu, denn das muss ja schon gut, na, vielleicht besser: überzeugend gewesen sein, sonst wäre ich nicht dabei geblieben, bzw. dahin zurückgekommen.

Aber da war auch die grottenschlechte World of Darkness Runde auf der FeenCon, die mir veranschaulicht hat, wie man es als Spielleiter auf jeden Fall nicht macht. Das war quasi eine Best-of Runde der größten Spielleiterfehler. Aber um eine Phrase zu bemühen: Man lernt aus Fehlern, und am besten auch aus denen der anderen.

8. Welches ist ein gutes Rollenspiel für Runden mit einer Dauer von 2 Stunden und weniger?

(What is a good RPG to play for sessions of 2hrs or less?)

Auch wenn meine derzeitigen Online-Rollenspielrunden nur selten länger als zwei Stunden dauern, bin ich eigentlich kein Freund so kurzer Spiele, vor allem nicht, wenn es sich um sogenannte One-Shots handeln soll. Zuletzt auf der FeenCon habe ich Runden im Angebot gesehen, die mit knapp 2 Stunden angesetzt waren, von mir und anderen Spielleitern jedoch mit 4 oder 5 Stunden geleitet wurden. Gut, bei den zeitlich kurzen Runden handelte es sich um Angebote von offiziellen Supportern eines Verlags und ich habe die Spielrunde nicht besucht, so dass ich nicht weiß, wie die Abenteuer verlaufen sind. Doch zwei Stunden erscheinen mir als äußerst knapp angesetzt, als da etwas von dem Flair übergesprungen sein könnte.

Dennoch, auf der MantiCon am vergangenen Wochenende hatten wir genau diese Herausforderung: ca. 2 Stunden Zeit bist zum nächsten geplanten Spiel, also hat Martin geschwind einen Old-School Dungeon aus seiner Tasche gezaubert, ein paar vorgefertigte Savage Worlds Charaktere auf den Tisch geworfen und dann ging es los. Einfach nur zwei Stunden durch einen Dungeon wühlen – ohne Sinn und Verstand, aber mit viel Spaß.

9. Welches Rollenspiel ist gut geeignet um es 10 Sitzungen zu spielen?

(What is a good RPG to play for about 10 sessions?)

Meine Cthulhu Runde, die ich auch für den Cthulhu Podcast aufzeichne, geht nun – bezogen auf die aktuelle Kampagne – in die 10 Sitzung. Der Cthulhu Mythos taucht dabei nicht jedes mal auf – um ehrlich zu sein, ist er bislang erst ein einziges mal als Vorgeschmack auf das in Erscheinung getreten, was da noch kommen wird. Call of Cthulhu ist sicherlich nicht das klassische Kampagnenspiel, aber bislang hat das bei mir immer ganz gut funktioniert.

Bei meinem Ausflug in Shadowrun hatten wir beim zweiten Abenteuer dann schon den TPK. Damit ist Shadowrun dann vielleicht auch kein Garant für 10 Spielsitzungen.

Ich denke, dass erzählorientiertes Spiel generell für lange Spielsitzungen geeignet ist. Wenn sich alle am Tisch darauf einlassen und auch darauf hinwirken, stehen die Erfolgschancen gut. Wird allerdings mehr ein kampfbasiertes Spiel gewünscht, möglicherweise mit Gegnern, die auch eine Herausforderung darstellen, könnte das Ende auch deutlich früher einsetzen.

10. Wo schaust Du Dir Berichte und Rezensionen zu Rollenspielen an?

(Where do you go for RPG reviews?)

Ich habe keine feste Adresse für Rezensionen und Berichten zu Rollenspielen. Eher suche ich auf unterschiedlichen Blogs nach Beiträgen zum Thema, die mir durch RSP-Blogs.de (oder die Twitter Timeline) unter die Nase gerieben werden. Natürlich haben sich in der Zeit einige Blogger herauskristallisiert, deren Beiträge ich dann besonders schätze, doch ich bin da immer wieder offen. Größere Portale, die einen Magazincharakter haben, meide ich dabei in der Regel, zu sehr ist mir hier die Gefahr der abhängigen Berichterstattung oder Bewertung gegeben.

Amazon ziehe ich für Rezensionen auch gerne einmal heran, wobei ich vorzugsweise die Rezensionen mit 2 und 4 Sternen lese um mir ein qualifiziertes Bild zu machen. Wer das Produkt nicht in den Himmel lobt oder total verreißt, führt in der Regel auch qualifizierte Gründe an, bzw. setzt sich fair mit dem Artikel auseinander.

11. Welches “tote Spiel” würdest Du gerne wiedergeboren sehen?

(Which ‘dead game' would you like to see reborn?)

Uff, da muss ich passen. Mit der Paranoia Red Clearance Edition ist ja eines dieser “toten Spiele” in den letzten Monaten wiederauferstanden. Ansonsten erinnere ich mich nicht an tot(gesagt)e Spiele, die man wieder hervorkramen müsste.

12. Welches Rollenspiel hat die inspirierendste Grafik im Buch?

(Which RPG has the most inspiring interior art?)

Ich könnte diese Frage ja schon wieder mit Degenesis beantworten, aber das wäre vermutlich ein wenig langweilig – aber es sind halt wirklich gelungene Grafiken!

Auch die Grafiken bei Infected! fand ich durchaus ansprechend und ebenso die Illustration bei Polaris – ich mag halt irgendwie realistisch wirkende Bilder und weniger das Comicartige.

13. Beschreibe eine Spielerfahrung, die Deine Art und Weise zu spielen verändert hat.

(Describe a game experience that changed how you play.)

Diese Frage klingt ein wenig wie Frage 7. Wie dem auch sei: Eine ganz besondere Erfahrung war, als ich mich als Spielleiter das erste mal selber erlebt habe, nämlich nach der erste Aufzeichnung unserer gestreamten Cthulhu Runde. Ich musste mir die Aufzeichnung ein paar mal anhören, als ich diese für den Podcast nachbearbeitet habe. Ich denke, das hat viel in der Art und Weise, wie ich spiele (und leite) verändert, bzw. ich versuche immer noch nicht diesbezüglich zu ändern.

 

So, das war es für diese Woche. Am kommenden Sonntag folgen dann die nächsten sieben gebündelten Antworten von mir.

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