Black Tot Day

Von Gangstern, Ungeheuern und Schrumpfköpfen

Ein paar Rums (tatsächlich ist das der laut Duden korrekte Plural von Rum) bieten auch noch genügend Inspirationsquellen für Abenteuergeschichten.

Der Kraken

Über die Entstehung des nicht unbekannten The Kraken Rums wird erzählt, dass ein Schiff mit gewürztem Rum aus der Karibik von einem monströsen Kraken angegriffen wurde. Die Bestie riss das Schiff und die Männer an Bord in die undurchdringliche Dunkelheit des Meeres. Die gesamte Ladung wurde zerstört, lediglich ein Fass, dessen Inhalt durch die schwarze Tinte des Tintenfisches stark verschmutzt war, überstand den Angriff.

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Alleine der Angriff eines gewaltigen Kraken stellt schon ein interessantes Motiv für ein Abenteuer auf der See dar, und wenn dann noch ein einzelnes Fass mit pechschwarzem Rum übrig bleibt …

Übrigens: Vielleicht steckt ja doch mehr hinter der Geschichte, denn die erste Ladung dieser Spirituose, die für den europäischen Markt bestimmt war, ist bei einem Lagerhallenbrand vollständig vernichtet worden. Ein Fluch?

Gangster und Schmuggler

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Zu Zeiten der Prohibition in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts feierte nicht nur Al Capone seine Zwielichtige Berühmtheit. In den Flüsterkneipen wurde gepanschter Alkohol feilgeboten, der aus zwielichtigen Quellen stammte.

Das Gangstersetting ist damit prädestiniert, um Motive mit Alkoholschmuggel und Bandenkrieg abzubilden. Ein seinerzeit erfolgreicher Schmuggler war Bill McCoy, der außerhalb der 3-Meilen Zone seinen Rum aus der Karibik völlig legal direkt vom Schiff aus veräußerte. Zudem panschte er seine Ware nie, was angeblich dazu führte, dass McCoy zu einem geflügelten Wort wurde, wenn an der Theke nach dem ungepanschten Rum gefragt wurde: “Gib mir einen Rum, aber den echten McCoy!” [Tatsächlich ist das Idiom “the real McCoy” oder “the real MacKay” (zu Deutsch etwa “der wahre Jakob”) schon deutlich älter, aber eine gute Story macht es dennoch …]

Als Abenteuerideen ergeben sich hier auch unzählige Möglichkeiten:

  • Die Behörden machen Jagd auf Schmuggler und müssen den Schmugglerring unterwandern, in die 3-Meilen Zone locken etc.
  • Gangster holen ihre Ware vom Schiff McCoys ab (und begeben sich damit selber in die 3-Meilen Zone)
  • Verfeindete Gangster versuchen ein Schiff zu kapern, zu versenken – oder die Ware einfach “nur” zu beschädigen (vergällen)
  • Die Gangster versuchen bereits an der Quelle den besten Deal zu machen und entsenden ihre Handlanger in die Karibik mit “handfesten” Argumenten. Dort werden sie allerdings auch auf die “Einkäufer” der anderen Parteien stoßen.

Belohnung

Eine andere Legende erzählt die Geschichte um den gewürzten Black Magic Rum . Angeblich gab es dereinst vier Flaschen mit einem magischen Inhalt. Derjenige, der davon Trank wurde zu einem höchst beliebten und begehrten Mitglied der Gesellschaft.

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Der Legende nach hat es eine Flasche zu dem Pharaos im alten Ägypten geschafft, eine weitere war in der chinesischen Dynastie bekannt und eine dritte soll einem kleinen englischen Dichter mit Namen William Shakespeare in die Hände gefallen sein. Die letzte Flasche ist unter denkwürdigen Umständen in die Karibik gelangt.

Der Ursprung der Flaschen liegt – natürlich – in Atlantis, jenem sagenumwobenen Kontinent, bzw. Inselstaat, der längst vor unserer Zeit unter die Meeresoberfläche versunken ist. Als sich die Katastrophe anbahnte, fasste die Zauberin von Atlantis einen Plan. Zwar konnte sie ihre Heimat nicht retten, wohl aber die Seele von Atlantis.

So braute sie einen magischen Trank mit dem Wesen und Geist ihrer Landsleute und füllte ihn in Flaschen. Als das Ende des dem Untergang geweihten Lands gekommen war, nahm sie so viele dieser Flaschen wie sie nur konnte und schwor diesen eine neue, geeignete Heimat zu verschaffen.

Über diese Suche segnete sie selber das Zeitliche und band mit ihren letzten Atemzügen ihre Seele an ihre Knochen, damit sie ihr Versprechen auch nach dem Tod noch erfüllen konnte.

Viele Expeditionen wurden entsandt um die Quelle der geheimnisvollen Flaschen zu finden, sogar von Marco Polo und Francisco Pizarro wird berichtet, dass sie nach den Flaschen fahndeten. Doch nur einem soll es gelungen sein, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen: dem Kapitän der Sea Czar.

Ein sprechender Schädel sollte ihm dabei dienlich sein, denn dieser versprach ihm unglaublichen Reichtum, wenn er den Schädel wieder zu einem bestimmten Punkt an Land bringe. Der Kapitän setzte also die Segel auf das ihm benannte Ziel jenseits der Küste Afrikas. Doch einen Schatz in Form von Gold und Edelsteinen fand er dort nicht, lediglich eine Flasche gekennzeichnet mit dem geheimen Zeichen des Schädels trieb dort im offenen Meer.

Enttäuscht stellte der Kapitän die Flaschen an die Seite, während einer seiner Diener, ein etwas beschränkter und schweigsamer Kerl, die Flasche stahl und daraus trank. Hierdurch wurde der Mann unversehens zum Mittelpunkt der Mannschaft. Plötzlich war er beliebt wie nie zuvor und jeder hing an seinen Lippen wenn er spannende Geschichten erzählte …

In dieser Legende stecken viele Ideen und Anregungen für ein Abenteuer: eine pulpige Suche nach dem geheimnisvollen Trank, der diebische Diener, der plötzlich unwiderstehlich geworden ist, ein sprechender Schädel, der einen großen Schatz verspricht, Atlantis …

Schrumpfköpfe

Geschmacklich überzeugen mich diese Rums nicht, aber … die Verpackung bleibt in Erinnerung.

Es kann wahrlich nur ein übler Kult sein, der Schrumpfköpfe von Menschen oder Affen macht. Welch bösartige Gottheit soll damit besänftigt oder beschworen werden?

Hinsichtlich der Herstellung von Schrumpfköpfen und der Rituale bediene ich mich einmal der recht deutlichen Beschreibung auf Wikipedia:

“Die meist faustgroßen Trophäen wurden aus der Haut des abgetrennten Kopfes eines Gegners angefertigt. […] Der erfolgreiche Jäger trug den Kopf auf dem Rückzug oder der Flucht bei sich, und bei der ersten Gelegenheit wurde ein Ritual abgehalten, das den Rachegeist des Getöteten unter Kontrolle bringen sollte. Danach wurde die Kopfhaut auf der Rückseite unterhalb des Halswirbelansatzes aufgeschnitten und vorsichtig von Knochen und Muskelgewebe abgelöst.

Die Augenlider und der Nackenschnitt wurden von innen vernäht. Der Mund wurde vernäht oder mit Nadeln aus Bambus verschlossen, um das Ausfahren des Rachegeistes des Toten zu verhindern. Das Innere der Kopfhaut wurde anschließend mit etwas Sand gefüllt und in einem eigens angefertigten Topf mit frischem Flusswasser und Kräuterzusätzen gehängt und vorsichtig erhitzt, bis eine erste Schrumpfung des Hautsackes einsetzte. Das Wasser durfte dabei nicht kochen, da sich sonst die Kopfhaare aus der Haut lösten, die als Sitz der Seele und Lebenskraft angesehen wurden. Anschließend wurden Nasen- und Ohrenöffnungen provisorisch verschlossen und ein Lianenring an der Halsöffnung angenäht. Danach wurde der Hautsack rituell mit drei kleinen erhitzten Steinen ausgeschwenkt.

Die Mumifizierung und Schrumpfung auf die endgültige Größe erfolgte durch im Feuer erhitzten feinen Sand, der so oft in den Hautsack gefüllt und darin geschwenkt wurde, bis der Kopf schließlich die gewünschte Größe erreichte. Anschließend wurde das Innere der Kopfhaut gereinigt und die Gesichtszüge wurden modelliert. Die Bambusnadeln des Mundverschlusses wurden mit roter Farbe bemalt, mit roten Textilfäden umwickelt oder durch eine kunstvolle Verschnürung ersetzt.

Möglicherweise folgte danach noch eine Räucherung des Schrumpfkopfes zur Konservierung und um eine dunkle Hautfarbe zu erreichen. Schließlich wurde am Haarwirbel ein Band angebracht, an dem der erfolgreiche Jäger seine Trophäe bei der Siegeszeremonie um den Hals tragen konnte.”

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Für ein gruseliges Abenteuer sollten sich hieraus genügend Ansätze ergeben, sei es, dass die Schrumpfköpfe lediglich als “Deko” auftauchen, oder aber tatsächlich hergestellt werden. Dabei müssen die Schrumpfköpfe nicht einmal in einer klischeehaften afrikanischen Strohhütte zu finden sein. So mancher Seemann hat von seiner Reise nach Übersee diese Objekte auch noch im 20. Jahrhundert als “Souvenier” – oder Ritualobjekt? – mit nach Europa gebracht. Und da dem Ritual entsprechend die gequälten und gepeinigten Seelen den Kopf nicht verlassen können, sind sie immer noch da. Und wohl kaum milde gestimmt …

Mehr Abenteuerideen?

Sicherlich gibt es noch mehr Ansätze zu Abenteuern, die sich rund um den Rum drehen. Schreibt eure Ideen gerne in die Kommentare dieser Seite!

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