Arthur McDowells – ein Nichtspielercharakter für Cthulhu

Bei dem Wettbewerb für cthuloide Nichtspielercharaktere (NPC) im vergangenen Jahr hatte ich auch drei Beiträge eingereicht, die dann auch in den aus dem Wettbewerb resultierenden Sammelband “Statisten im Angesicht eines grausamen Kosmos” gewandert sind. Das Werk ist in Printform zwischenzeitlich vergriffen und der Initiator des Wettbewerbs, André Frenzer, hat dieses zwischenzeitlich als PDF zum kostenfreien Download bereitgestellt. Meine drei Beiträge werde ich somit nun auch hier noch einmal veröffentlichen.

Den Anfang macht dabei Arthur McDowells, einem Zeitgenossen der 1920er, dem das Leben doch arg übel mitgespielt hat. Arthur bietet sich im Spiel als schrägen und verwirrten Hinweisgeber für die Spieler an, der allerdings ob seiner Eigenheiten nicht so einfach zu fassen sein dürfte. Mit etwas mehr Phantasie ließe sich allerdings auch ein ganzes Abenteuer rund um Arthur McDowells stricken bei dem es um die Aufklärung seiner Vergangenheit geht.


Arthur McDowells, 45 Jahre, Landstreicher

Lange, dunkle Haare und langer Bart, verwahrloste Erscheinung mit in der Regel verwirrtem auftreten, 1,70 m groß, bekleidet mit einem langen mit zahlreichen Flicken versehenen Mantel.

ST 9 KO 11 GR 15 IN 12 MA 13

GE 15 ER 11 BI 17 gS 65 STA 45

Schadensbonus: 0, bei Unwetter +1W4

Angriffe: Faustschlag 50%, Schaden 1W3+Sb; Kopfstoß 10%, Schaden 1W4+Sb; Fußtritt 25%, Schaden 1W6+Sb; Ringen 25%, Schaden speziell; Messer 25%, Schaden 1W3

Fertigkeiten: Ausweichen 30% Bibliotheksnutzung 40% Buchführung 45% Cthulhu-Mythos 23% Feilschen 38% Horchen 60% Klettern 54% Muttersprache 85% Naturkunde 25% Okkultismus 17% Orientierung 45% Psychologie 18% Schleichen 80% Überreden 55% Überzeugen 39% Verbergen 48% Verborgenes Erkennen 70% Messer 35%

Zauber: Furchtbringer

Beschreibung: Vor einigen Jahren war Arthur McDowells noch nicht ganz unten angekommen. Verheiratet und mit drei Kindern führte er ein glückliches und unbeschwertes Familienleben als erfolgreicher und angesehener Geschäftsmann in Arkham.

Auf der Heimreise von einem Besuch auf dem Land geriet die Familie mit dem Auto dann in ein Unwetter und kam von der Straße ab. Sie stürzten in einen Graben bei dem sich seine Frau und der jüngste Sohn so schwer verletzten, dass sie bald darauf verstarben, ohne dass Arthur, der selber im Wagen eingeklemmt war, ihnen helfen konnte. In großer Panik konnte sich seine Tochter Alice aus dem Wrack befreien und lief durch den Regen in den nahegelegenen Wald. Auch bei den in den folgenden Tagen durchgeführten großangelegten Suchen konnte sie nicht gefunden werden und wurde seither auch nie wieder gesehen.

Weiterhin eingeklemmt verbrachte Arthur die stürmische Nacht zusammen mit seinem sechsjährigen Sohn Sean im Wrack neben den Leichen. Welche Wesen sich in der Dunkelheit später an dem Fahrzeug zu schaffen machten und ihm dann auch noch den laut schreienden Sean aus dem Auto nahmen, konnte er bei dem Wetterleuchten nicht erkennen. Es waren definitiv Wesen, von denen er bislang weder etwas gehört hatte, noch glauben wollte, dass sie existieren könnten. Mit schier übermenschlichem Einsatz befreite Arthur sich aus dem Auto um sein letztes verbliebenes Kind vor diesen Wesen zu schützen. Der Kampf mit den dunklen Gestalten währte jedoch nicht lange und letztlich büßte er nicht nur ein gutes Maß seiner geistigen Stabilität, sondern auch einen großen Teil seines rechten Arms ein, bevor er an einen nahegelegenen Baum geschleudert wurde und in eine tiefe Ohnmacht fiel.

In den folgenden Monaten brachte Arthur sein ganzes Vermögen auf um seine Kinder oder die Wesen zu finden, die ihm seinen Sohn geraubt hatten. Die anfängliche Unterstützung durch die Behörden und Freunde nahm dabei immer weiter ab, je mehr er von den dunklen Wesen sprach, die in der Nacht über die Familie hergefallen war. Nachdem er auch sein Haus und sein Geschäft verloren hatte, wurde er als geistig krank für einige Zeit in die psychiatrische Anstalt von Arkham eingewiesen, wo er jedoch nach einiger Zeit als zwar geistig labil, aber ungefährlich für sich und andere wieder entlassen wurde.

Seither ist der einarmige Arthur immer wieder in Arkham und Umgebung anzutreffen wo er nach wie vor auf der Suche nach seinen Kindern und den dunklen Wesen ist. Durch den Kontakt mit einigen zwielichtigen Gestalten aber auch durch nächtliche Besuche in der Orne Bibliothek durch die unterirdischen Gänge Arkhams, konnte er sich zwischenzeitlich einiges an Wissen über Wesen jenseits des menschlichen Verstandes aneignen. Dies hat sein Wissen über den Cthulhu-Mythos zwar deutlich angehoben, war für seine geistige Stabilität jedoch nicht förderlich. So trifft man den langhaarigen und heruntergekommenen Arthur in der Regel in unverständlichen Selbstgesprächen vertieft in den Gassen Arkhams an. In klaren Momenten weiß er einige schauerliche Geschichten zu erzählen, gibt aber auf passende Stichworte auch schon einmal ungefragt cthuloides Wissen oder Warnungen preis um dann gleich wieder in seine eigene Welt abzudriften und unverständlich murmelnd weiterzuziehen. Bei Unwettern gerät Arthur in extreme Panik und wird unkontrollierbar. Er läuft ziellos davon und ruft suchend die Namen seiner Kinder. Wer ihn in diesem Zustand versucht aufzuhalten muss mit mächtiger Gegenwehr rechnen.

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